4 Tipps gegen Reibeisenhaut

LP
Leonie Poppe
20.08.2020

Du wachst morgens auf, die Sonne scheint in dein Schlafzimmer, die Stadt riecht nach Sommer. Du bekommst richtig Lust auf dein liebstes Sommerkleid oder das kurze T-Shirt. Doch etwas hält dich auf und ich weiß, dass sehr viele von uns dieses Problem kennen – Reibeisenhaut. Meistens äußert sie sich in kleinen roten bzw. weißen Pusteln an den Oberarmen, aber auch an den Beinen oder am Po. Gerade im Sommer stört uns dieser kleine vermeintliche “Makel” besonders, denn wir würden ja so gern ein bisschen mehr Haut zeigen. Deswegen möchte ich dir mit diesem Beitrag erklären wie Reibeisenhaut entsteht und vor allem, was du dagegen tun kannst! 

Vorneweg möchte ich aber auch sagen: Zieh das Kleid an! Zieh das kurzärmelige T-Shirt an und den Rock sowieso! Do it! Trotz der Punkte. Denn es ist nichts schlimmes, nichts ansteckendes und schon gar nichts etwas das deinen Wert und dein Wohlbefinden reduzieren sollte bzw. kann. Es handelt sich hierbei um eine rein ästhetische Sache und wenn wir schon einmal dabei sind uns selbst so anzunehmen wie wir sind, dann ist das doch vielleicht ein guter Anfang? Abgesehen davon verschwindet bei vielen die Reibeisenhaut mit zunehmendem Alter von ganz alleine. Das Älterwerden hat also doch den ein oder anderen Vorteil! ;) 

Aber ich verstehe dich natürlich. Reibeisenhaut ist nervig und ja vielleicht denkst du dir als Betroffene/r manchmal “Wie unfair, wieso muss ich das haben?”. Zumindest kenne ich dieses Gefühl sehr gut. Bei manchen Dingen hilft dennoch eins besonders: Akzeptanz! Aber auch das Verfolgen von ein paar einfachen Tipps, um der Haut das “Reibeisen” etwas zu nehmen. 

Deswegen findest du in diesem Beitrag folgende Punkte: 

  • Was ist Reibeisenhaut? Keratosis Pilaris – Die dauerhafte Gänsehaut 
  • Wie erkenne ich Reibeisenhaut?
  • Was kann ich gegen Reibeisenhaut tun? 4 Tipps für eine glatte und weiche Haut 

Was ist Reibeisenhaut? Keratosis Pilaris – Die dauerhafte Gänsehaut

Die Reibeisenhaut wird in der Fachsprache auch Keratosis pilaris oder Hyperkeratose pilaris genannt. Sie tritt hauptsächlich bei Frauen auf, kann aber durchaus auch Männer betreffen. 

Keratosen stehen als Fachbegriff für jegliche Arten der Verhornungsstörung. Bei einer sog. Hyperkeratose handelt sich also genauer genommen um eine Verdickung und somit einer Verhornungsstörung der äußersten Hautschicht, dem Stratum Corneum. Die Haut produziert zu viel Keratin! 

Diese Keratinisierung betrifft vor allem die Haarfollikel die von innen sozusagen verhornen und anschließend verstopfen. Es bilden sich die störenden Hautknötchen bzw. kleine Hornkegel. Betroffene Stellen sind wie schon erwähnt die Streckseiten der Oberarme (Außenseite) und Oberschenkel (Vorderseite), Wangen und auch das Gesäß. 

Keratin spielt grundsätzlich in unserem Körper eine wichtige Rolle. Als Bestandteil des Stratum corneum verleiht es unserer Haut Stabilität und ist unter anderem auch der Grundbaustein für Haare & Nägel. Doch wie bei fast allem ist auch hier ein “zu viel” ungut für uns. 

Das Ergebnis sind raue, unebene, rote Stellen auf der Haut die sich auch entzünden können. Die Hautbarriere ist verletzt und Bakterien können leichter eindringen. Oft sind die besagten stellen haarlos und sehen mit bloßem Auge aus wie Gänsehaut. Nur leider verschwindet die Hautirritation nicht mit etwas Wärme wieder.

Häufig tritt die Verhornungsstörung bereits im Kindes- und Jugendalter erstmalig auf. Im Laufe der Jahre kann sie mit der richtigen Pflege, aber auch von selbst wieder verschwinden. Wie ich schon angesprochen hatte, Keratosis Pilaris wird lediglich als kosmetisches Problem bezeichnet und gilt nicht als dermatologische Erkrankung! Und trotzdem können Betroffene darunter stark leiden, deswegen ist mir das Thema auch sehr wichtig. 

Wie erkenne ich Reibeisenhaut?

Hier nochmal kompakt zusammengefasst:  

  • Sehr raue, haarlose Stellen
  • Kleine rote oder weiße Beulen bzw. Hornkegel auf der Haut
  • Häufig betroffene Stellen sind Gesicht, Oberarme, Oberschenkel, Gesäß
  • Natürlicher Hautbarriere wird beeinträchtigt, wodurch Entzündungen entstehen können 
  • Kann als Begleitsyndrom bei trockener Haut oder allergischen Erkrankungen auftreten
  • Verschlechterung des Hautzustandes in den Wintermonaten mit geringer Luftfeuchtigkeit – Verbesserung in den sonnigen Sommermonaten

Beispiel Reibeisenhaut 

Sollten sich die betroffenen Stellen weiter ausdehnen bzw. die Entzündungen nicht wieder abklingen, rate ich dir auf jeden Fall einen HautarztInn aufzusuchen! 

Leider gibt es auch für Reibeisenhaut kein Wundermittelchen. Wenn du eins hast, dann lass es mich bitte wissen! :) 

Mit der richtigen Pflege kannst du jedoch durchaus eine Besserung hervorrufen, die Haut etwas ausgleichen und dich selbst dabei unterstützen, dich in deiner Haut wohler zu fühlen. 

Was kann ich gegen Reibeisenhaut tun? 4 Tipps für eine glatte und weiche Haut 

1 First things first – die richtige Reinigung

Nutze milde Tenside bzw. Öle um deine Haut gründlich aber sehr schonend zu reinigen. Wir empfehlen dir unser junglück Reinigungsöl und das junglück Duschgel. Es entfernt Schmutz und überschüssigen Talg ohne deine Haut auszutrocknen. Achte ebenfalls darauf nicht zu heißes Wasser zu verwenden, auch das bedeutet viel Stress für deine Haut. Häufig hat man das Verlangen die betroffenen rauen Stellen intensiv zu schrubben bzw. daran zu kratzen – aber Vorsicht das lässt unschöne Narben entstehen. Das ist auch der Grund warum ich dir rate von mechanischen Peelings Abstand zu nehmen, auch sie können deine Haut zusätzlich schädigen und Spuren hinterlassen. Probieren wir es lieber mit Tipp 2.

2 Chemische Peelings

Glykolsäure aus der Familie der Alpha-Hydroxysäuren (AHA), aber vor allem die Salicylsäure, welche zu den Beta-Hydroxysäuren (BHA) gehört, befreien deine Haut von abgestorbenen Hautzellen und reinigen sie von Innen heraus. Das junglück AHA Peeling vereint diese beiden Säuren und geht so gleich zweifach gegen die Verhornung vor. Nutze das Peeling 2-3x die Woche abends nach der Reinigung. Du kannst es wie ein Serum auftragen und über Nacht gut einziehen lassen. Sollte deine Haut nach der Anwendung spannen, kannst du anschließend deine gewohnte Pflege auftragen. Und den UV-Schutz nicht vergessen! 

3 Feuchtigkeit und Lipide für spürbar weiche Haut

Um Reibeisenhaut zu lindern, ist das regelmäßige Eincremen mit feuchtigkeitsspendenden Lotionen, Cremes oder Gelen essentiell. Es ist wichtig, dass es sich um hornlösende, hydratisierende und rückfettende Formulierungen handelt. Wirkstoffe, wie Urea oder Hyaluron binden viel Feuchtigkeit, versorgen deine Haut und machen sie geschmeidig. Aloe Vera wirkt zudem kühlend und entzündungshemmend. 

Duft- oder Farbstoffe würde ich versuchen zu meiden, denn diese können die rauen Stellen zusätzlich reizen. Ich empfehle dir die betroffenen Stellen auf jeden Fall täglich zu pflegen, wenn nicht sogar 2x am Tag. Besonders abends ist jedoch wichtig, damit deine Haut über Nacht genug Zeit hat die Nährstoffe aufzunehmen. 

Aus unserem Sortiment sind daher folgende Produkte gut geeignet: 
Gesicht: Hyaluron Konzentrat, Aloe Vera Gel
Körper: Aloe Vera Gel, Body Lotion 

Auch unsere Retinol Creme kann durch ihre regenerierende Wirkung, die Pflege wertvoll unterstützen. 
Nutzt du gerne Öle? Dann eignen sich zum Beispiel Arganöl oder Jojobaöl mit einem hohen Anteil an Vitamin E. Sie wirken entzündungshemmend, antioxidativ und somit Unreinheiten entgegen. Das kann auch bei Reibeisenhaut vorteilhaft sein. 

Mein ganz persönlicher Tipp: Ich trage abends (nach der Reinigung) das AHA Peeling auf die betroffenen Stellen auf und lasse es gut einziehen. Anschließend mische ich in meinen Händen einen Pumpstoß des Aloe Vera Gels mit ca. 4-5 Tropfen Jojobaöl. Ich habe so nach ein paar Tagen eine deutliche Besserung gespürt. Allerdings heißt es auch hier wieder: Durchhaltevermögen is key! Denn wie so oft ist es hier mit einmal Cremen nicht getan, sondern Reibeisenhaut verlangt schon nach einer regelmäßigen Pflege. Bis sie dann irgendwann (hoffentlich) von alleine geht! 

4 Ernährung

Begibt man sich auf die Suche nach möglicher Unterstützung, um gegen Reibeisenhaut vorzugehen, fällt wie so oft auch der Begriff gesunde Ernährung! Es ist hier, wie bei vielen Themen in der Hautgesundheit super wichtig potentielle Allergieauslöser, wie beispielsweise Gluten zu vermeiden. Ein Nahrungsmittelunverträglichkeitstest beim Arzt kann sehr aufschlussreich sein. Nicht nur über die Haut, sondern auch über deine Ernährung solltest du viele wichtige Vitamine und Nährstoffe zu dir nehmen. Zudem solltest du viel Wasser trinken und natürlich möglichst Stress meiden. Ernähre dich gesund und sei gut zu deinem Körper, denn deine Haut wird es dir danken! Falls du meinen Blogbeitrag von letzter Woche gelesen hast, wirst du einige Parallelen entdecken. Aber so ist das nunmal wenn im wunderschönen komplexen System Körper alles zusammenhängt! :)

Und nun zum Fazit

Reibeisenhaut ist nicht gefährlich, ansteckend oder unbedingt schmerzhaft, jedoch kann es dein tägliches Tun und Sein unangenehm beeinflussen. Es gibt Tipps und Tricks um sie zu mindern, aber hier gilt besonders: Akzeptiere dich so wie du bist. Probiere unsere Tipps, achte auf eine regelmäßige Pflege und hole dir deine Lebensqualität zurück. 


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Teile gerne deine Erfahrungen mit mir! 

Take care.