Unreinheiten im Gesicht - Wie sie entstehen und was du dagegen tun kannst

Unreinheiten im Gesicht - Wie sie entstehen und was du dagegen tun kannst

Du bist schon Meilenweit von der Pubertät entfernt und entdeckst doch immer wieder eine oder mehrere böse Überraschungen im Spiegel? Du beneidest die reine Haut deiner Freund*innen, während dich deine Haut zum verzweifeln bringt? Gerade läuft dein Leben sowieso schon etwas turbulent und nun ärgert dich auch noch ein leuchtend roter Fleck mitten im Gesicht? Sei gnädig mit deiner Haut – die kleine Pickel-Party will dich eigentlich gar nicht bewusst ärgern. Denn auch für diese Hauterscheinung gibt es ganz logische Erklärungen und Gründe, für die du meist gar nichts kannst. Ich möchte ich dir gerne dabei helfen und dir das Thema Unreinheiten etwas näher bringen. Damit wirst du zwar deine unliebsamen Begleiter nicht auf einmal willkommen heißen, aber vielleicht kann ich dich dabei unterstützen, sie zu verstehen.

  1. Wie entstehen Mitesser, Pickel und Co.
  2. Was sind die Ursachen von Pickeln und Mitessern?
  3. Die richtige Hautpflege bei Unreinheiten
  4. Welche Inhaltsstoffe und welche Produkte helfen bei Pickeln und Unreinheiten denn nun?
  5. Tipps – Do's & Dont's für die Pflege unreiner Haut

    1. Wie entstehen Mitesser, Pickel und Co.

    Für dieses Kapitel, rate ich dir, dein wissenschaftliches Auge zu schärfen und die Emotionen hintenan zu stellen. Betrachten wir unsere Haut mal von der rationalen Seite, können wir ihrer Verhaltensweise vielleicht sogar etwas Verständnis entgegenbringen. 
    Ein Mitesser entsteht, wenn die Drüsen übermäßig viel Talg produzieren, in der Fachsprache auch Seborrhö genannt. Gleichzeitig führt ein vermehrtes Wachstum der Hornzellen im Ausführgang der Talgdrüsen zum Verstopfen des Talgdrüsenfollikels. Es bildet sich ein Pfropfen, der den Ausgang des Kanals verschließt. Auch Schmutz oder Make-up Reste können die Poren verstopfen. Ein geschlossener Komedo, der sogenannte weiße Mitesser, ist entstanden. Sobald die Haut am geschlossenen weißen Mitesser einreißt, gelangt Luft an den angestauten Talg. Der eingelagerte Hautfarbstoff Melanin reagiert mit dem Sauerstoff der Luft und färbt den Pfropf dunkel – so entsteht das typische Erscheinungsbild von Mitessern. 


    Die abgestorbene Hautlipide liefern einen idealen Nährboden für Bakterien, die sich vermehrt ansiedeln und zu einer Infektion führen. Das körpereigene Abwehrsystem wehrt sich gegen die fremden Bewohner und setzt Entzündungsprozesse in Gang. Die Zersetzung des Talgs führt außerdem zur Bildung freier Fettsäuren, die das Entzündungsgeschehen fördern. Gehen aus den Mitessern nun Hautentzündungen hervor, spricht man von einem Pickel. An der Spitze bildet sich oft ein Eiterherd und sichtbare Rötungen dekorieren die Haut. 
    Gewöhnliche Pickel treten meist nur vereinzelt auf und klingen nach einiger Zeit wieder ab. Akne hingegen ist schwerwiegender und persistiert meist über einen langen Zeitraum. Es kommt zum Aufbrechen der Follikelwand, wodurch Lipide, Fettsäuren, Hornzellen, Bakterien und Zellfragmente freigesetzt werden. Diese verursachen ausgedehnte, tiefe und schmerzhafte Entzündungen im umliegenden Gewebe, die als Abszesse mit Knotenbildung enden können.

    2. Was sind die Ursachen von Pickeln und Mitessern? 

    Good to know, aber warum genau macht deine Haut das? Wenn sich die Haut durch Mitesser, Pickel und Akne von ihrer angestrengten Seite zeigt, kann das auf verschiedene Faktoren zurückzuführen sein. Meist führt die Kombination aus persönlicher Veranlagung mit einem veränderten Hormonhaushalt zu unreiner Haut. 
    Vor allem in der Pubertät befindet sich der Körper in einer hormonellen Umstellungsphase. Sowohl Jungs als auch Mädchen bilden verstärkt Testosteron – das androgene männliche Geschlechtshormon. Das Hormon stimuliert unter anderem die Talgproduktion, wodurch vermehrt Hautfette abgesondert werden. Diese verleihen der Haut einen fettigen, öligen und glänzenden Schimmer. 
    Auch während des weiblichen Zyklus beeinflussen Hormone das Erscheinungsbild unserer Haut. In der zweiten Zyklushälfte kommt es zum Anstieg des Gelbkörperhormons Progesteron, das eine androgene Teilwirkung besitzt. Gleichzeitig sinkt der Anteil an Östrogenen, die die Talgproduktion normalerweise bremsen. Wie du deine Haut während des Zyklus am besten pflegst, siehst du in der Grafik.


    Das Absinken des Östrogenspiegels während der Wechseljahre macht sich auch bei der Haut bemerkbar. Die Haut wird unelastischer; sie neigt zu Unreinheiten oder es bilden sich Pickel. 
    Zwillingsstudien haben außerdem ergeben, dass erbliche Faktoren eine Rolle spielen. Es konnte gezeigt werden, dass Aknepatienten eine gesteigerte Empfindlichkeit auf Androgene haben, die die übermäßige Talgproduktion fördern. 
    Zudem soll die Ernährung einen Einfluss auf Akne haben. Dass dein Darm in sehr enger Verbindung mit deiner Haut steht, haben wir schon öfter angesprochen. Geht es ihm gut, sieht man das in Form einer reinen und strahlenden Haut. Um deinen Darm nicht unnötig zu belasten, solltest du auf bestimmte Lebensmittel verzichten, die deinem Hautbild nicht gut tun. Lebensmittel, die viele Konservierungsstoffe und Zucker enthalten können ursächlich für die Entstehung von Pickeln sein. Besser sind frische unverarbeitet Zutaten, die Vitamine enthalten und möglichen Entzündungen entgegenwirken. Deinen Darm kannst du außerdem mit Ballaststoffen, wie zum Beispiel Leinsamen, stärken. Auch unbemerkte Unverträglichkeiten auf Lebensmittel oder auf bestimmte Kosmetikprodukte können zu Unreinheiten und Entzündungen führen. Diese können von kleinen Pickelchen bis hin zu akneartigen Schüben reichen. Das Weglassen bestimmter Inhaltsstoffe kann helfen, die Auslöser zu identifizieren. Bei Verdacht auf eine Lebensmittelunverträglichkeiten, empfehle ich dir ein Ernährungstagebuch zu führen und dich auf mögliche Allergien bei deinem Arzt testen zu lassen. Daneben stehen das Klima und andere Umweltfaktoren im Verdacht unreine Haut zu verursachen. 
    Der Einfluss psychischer Faktoren auf das Erscheinungsbild der Haut ist zwar nicht bewiesen, dennoch wird vor allem Stress häufig als Auslöser von Pickeln beobachtet. Zurückzuführen ist die Pickelentstehung dann vermutlich durch die fehlende Hautpflege und Hygiene oder eine unbewusste Ernährung während des stressigen Alltags.
    Die Psyche ist im Verlauf der Erkrankung allerdings nicht ganz unwichtig. Unreine Haut bewirkt wie viele andere Hauterkrankungen einen hohen seelischen Leidensdruck und kann die Lebensqualität betroffener Menschen enorm beeinträchtigen.  
    Zugegeben, nach diesen Zeilen kann man dem Thema nicht ganz so viel Sympathie abgewinnen. Und das wird sich voraussichtlich auch nicht ändern – muss es aber auch nicht. Allerdings solltest du mit deiner unreinen Haut dennoch gekonnt umgehen und sie respektvoll behandeln. Kennst du deine auslösenden Faktoren, kannst du sie bewusst umgehen. Wie du dich um Pickel und Mitesser kümmerst, falls sie doch auftreten, liest du in den nächsten Zeilen. 

    3. Die richtige Hautpflege bei unreiner Haut?

    Wer unter Pickeln leidet, kann einiges tun, um die Unreinheiten zu mildern. Gleichzeitig führt die falsche Pflege aber zu zusätzlichen Irritationen und kann dein Hautbild verschlimmern. Zu häufiges Waschen verbessert den Hautzustand in der Regel nicht. Das ist auch ganz logisch, denn unreine Haut oder Akne sind nicht Mangel der persönlichen Hygiene. Ganz im Gegenteil – durch ständiges Waschen kann der Säureschutzmantel der Haut beschädigt werden und ist für Pickel & Co. noch empfänglicher. Damit du dauerhaft eine reine Haut hast, solltest du eine eigene Pflegeroutine entwickeln. 

    Schritt 1:

    Wichtig und grundlegend ist die gezielte, regelmäßige und schonende Reinigung. Alles, was sich über den Tag auf deinem Gesicht ansammelt, sollte nicht mit ins Bett. Make-up, Schmutz und überschüssige Hautsekrete, die auf deinem Gesicht verbleiben, können deine Poren verstopfen und Entzündungen hervorrufen. Gerade nachts, sehnt sich deine Haut nach atmungsaktiven freien Poren.  Die Gesichtsreinigung sollte pH-neutral sein und weder Alkohol noch Parfüm- oder Duftstoffe enthalten. Milde Tenside in Kombination mit pflanzlichen Feuchtigkeitsspendern reinigen die Haut sanft und gründlich, ohne sie auszutrocknen. Ich empfehle dir hier unser Reinigungsöl oder Reinigungsgel.

    Schritt 2:

    Ein- bis zweimal pro Woche solltest du nach der Gesichtsreinigung ein Peeling in deine Pflege-Routine integrieren. Alphahydroxy-Säuren (AHA) tragen abgestorbene Hautzellen ab und ermöglichen so einen besseren Talgabfluss. Betahydroxysäuren (BHA) dringen dagegen tief in die Poren ein, reinigen sie und wirken dadurch entzündungshemmend.

    Schritt 3:

    Um deine Haut wieder ins Gleichgewicht zu bringen, solltest du unbedingt ein regenerierendes Serum nach der Gesichtsreinigung oder nach dem Peeling auftragen. Niacinamid, ein kleines Wundermittel bei unreiner Haut, wirkt beruhigend und stärkt die Hautbarriere. Retinol als Inhaltsstoff könnte einer deiner besten Freunde werden, denn es reguliert die Verhornung der Haut und sorgt für einen glatten Teint. Das Niacinamid Serum kannst du morgens, das Retinol Serum abends verwenden. Tagsüber ist ein ausreichender Sonnenschutz ein absolutes Muss. Retinol solltest du außerdem in der Schwangerschaft und Stillzeit aber nicht verwenden. 

    Schritt 4: 

    Um deine Haut vor dem Austrocknen zu schützen, solltest du deine Pflegeroutine mit einer Feuchtigkeitspflege abrunden. In Sachen Feuchtigkeit kann der Hyaluronsäure fast wortwörtlich keiner das Wasser reichen. Sie bildet nicht nur einen feuchtigkeitsspendenden Film auf der Hautoberfläche, sondern speichert die Feuchtigkeit tief im Bindegewebe der Haut. Mit unserer Hyaluron Tagescreme bekommt deine Haut eine reichhaltige Feuchtigkeit, die nicht fettet.  

    Dabei solltest du aber etwas Geduld mitbringen. Vieles zeigt sich erst nach wochenlanger, regelmäßiger Anwendung sichtbare Wirkung. Meist reicht auch ein Wirkstoff oder Mittel nicht aus, um langfristig dein Hautbild zu verbessern.
    Zahnpasta, Teebaumöl und Kräutersud – gut gemeinte Tipps rieseln nur so auf dich ein und jeder hält DAS unschlagbare Hausmittel für dich bereit. Fängst du allerdings an, mit allen möglichen Pflanzen, Tees und Sonstigem herumzuexperimentieren, läufst du Gefahr, deine Haut regelrecht zu überfordern. Anstelle eines glatten Hautbilds, reagiert deine Haut zunehmend gereizt. Achte besser auf eine gleichmäßige Pflegeroutine. So kann sich deine Haut  langsam an die Inhaltsstoffe gewöhnen und langfristig von ihnen profitieren.

    4. Welche Inhaltsstoffe und welche Produkte helfen bei Pickeln und Unreinheiten denn nun? 

    Reinigungsgel – Was bewirken Zucker, Säuren und Fette?

    Zeit, über die Wirkung der Inhaltsstoffe unseres Reinigungsgels zu sprechen. Unser neues Gel enthält: Zuckerrüben-Extrakt, Aloe Vera, Milch- und Weinsäure, pflanzliche Tenside, Kamillenblütenextrakt.

    Zucker in der Kosmetik? Dabei hat der doch so gar keinen guten Ruf und soll sogar eher für unreine Haut sorgen. In Sachen Ernährung ist Zucker durchaus verzichtbar. In Form von Tensiden ist Zucker allerdings mittlerweile bekannt für seinen guten Job. Zuckertenside sind besonders gut verträglich und eignen sich daher auch für sensible Haut. In Zuckerrüben steckt außerdem eine natürliche Fruchtsäure, die Glykolsäure. Sie gehört zu den Alpha-Hydroxysäuren und dringt aufgrund ihrer kleinen Molekülgröße bis tief in die Oberhaut ein. So löst sie Hornschüppchen ab und befreit verstopfte Poren. Aber auch Acemannan aus der Aloe Vera gehört zur Stoffgruppe der “Zuckerstückchen”. Bis zur Pubertät bildet unser Körper diesen Wirkstoff sogar selber. Er stärkt nicht nur unser Immunsystem, sondern ist auch eine wichtige Basis unserer Hautgefäßwände. Nicht nur aus diesem Grund freut sich unsere Haut über eine extra Portion Aloe Vera. Die entzündungshemmenden, reizmildenernen und feuchtigkeitsspendenden EIgenschaften helfen gegen Pickel, Ekzeme und strapazierte Haut. 
    Auch der Abbau von Zucker liefert uns einen effektiven Pflegestoff. Die Milchsäure klingt zwar eher nach einer aggressiven Substanz, ist für unsere Haut allerdings ein wahres Multitalent. Als mildes Peeling löst es Verhornungen an der Oberschicht der Haut und befreit die Poren von Verunreinigungen. Sie zählt außerdem zu den sogenannten Natural Moisturizing Factor und kommt so natürlicherweise auf unserer äußeren Hautschicht vor. Milchsäure bindet und speichert Wasser und schützt uns vor dem Austrocknen. Als Bestandteil des natürlichen Säureschutzmantels unterstützt und reguliert die Säure unseren pH-Wert der Haut. Unsere Hautbarriere schützt uns so vor Bakterien, Pilzen, Umwelteinflüssen und schädlichen Mikroorganismen. Sobald der Wirkstoff von unseren Zellen aufgenommen wurde, regt er die körpereigene Produktion von Ceramiden und Kollagen an. Geschädigte Zellen werden so repariert und können sich schnell erholen. Gereinigt und befeuchtet ist unsere Haut nun, fehlt nur noch ein schützender Mantel, um unsere Haut nachhaltig zu stärken. Die natürliche Hautbarriere besteht aus abgestorbenen Hautzellen, die aus einem gemisch aus Fetten und Wasser miteinander verbunden werden. Mit einem Anteil von 60% stellen Ceramide  den Hauptbestandteil der Fette in dieser sogenannten Hornschicht da. Aus diesem Grund, werden sie auch ständig in den untersten Schichten der Epidermis neu produziert. Unterstützen wir unsere Haut mit natürlichen Ceramiden von außen, wird die Barrierefunktion der Haut gestärkt. Wir verlieren weniger Feuchtigkeit und verhindern gleichzeitig das Eindringen von Reizfaktoren und Bakterien. Und auch Salze befreien unsere verstopften Poren, wirken antibakteriell und spenden intensiv Feuchtigkeit. 
    Unsere Haut macht es uns nicht ganz einfach mit all ihren Bedürfnissen. Ist sie einmal aus dem Gleichgewicht, will sie Unterstützung von allen Seiten. Ziemlich anspruchsvoll, aber versorgst du sie mit einer täglichen gründlichen Reinigung, legt sie dir nicht ganz so viele Steine in den Weg. 

    Pickelpaste – Was bewirken Zink, Vitamin E und Co.?

    Und nun zu unserer Pickelpaste – warum uns die Inhaltsstoffe auch hier viel Gutes und vor allem gezielte Wirkung bieten, liegt vor allem an diesen Hauptwirkstoffen: Zinkoxid, Vitamin E, Rizinusöl, Bentonite, pflanzliche Öle.

    Eigentlich ist deine Haut befreit von allem Schmutz und Talg, und trotzdem hat sich ein Pickelchen den Weg an die Oberfläche verschafft? Zeit für eine intensive Kümmerung – die Pickelpaste. 
    Als Spurenelement ist Zink ein wichtiger Faktor zahlreicher Stoffwechselprozesse. Über 300 Enzyme, unsere biologischen Maschinen, enthalten Zink oder werden durch Zink aktiviert. So ist es unter Anderem an einer erfolgreichen Immunabwehr, an zahlreichen Nervenfunktionen und am Hormonsystem beteiligt. 

    Durch die Blockade spezieller Stoffwechselwege, hemmt Zink die Talgproduktion und kann als Immunbooster die Wundheilung unterstützen. Es ist also kaum verwunderlich, dass ein Zinkmangel zu Hautproblemen führen kann. Rund 17% der weltweiten Bevölkerung leidet unter einem Zinkmangel, nachgewiesenermaßen vor allem Patienten mit Akne vulgaris und atopischer Dermatitis. Eine Unterversorgung hinterlässt ihre Spuren in Form von Entzündungen, Pickeln und Wundheilungsstörungen. Französische Wissenschaftler der Universitätsklinik in Nantes haben in einer Studie mit 332 Akne-Patienten beobachtet, dass sich durch die Einnahme von 30 mg Zink pro Tag die entzündlichen Pusteln um bis zu 50 Prozent reduzieren ließen. Die Wirkung von Zink auf die Haut lässt sich aber nicht nur innerlich nutzen. Durch die antibakterielle und antiseptische Wirkung werden Pickel effektiv bekämpft. Außerdem bindet Zink Feuchtigkeit und entzieht Bakterien somit den Nährboden, den sie normalerweise brauchen, um sich zu vermehren und Hautunreinheiten zu fördern. 

    Vitamin E findest du in fast allen naturkosmetischen Hautpflegeprodukten. Und das nicht ohne Grund, denn Vitamin E oder Tocopherol ist ein echter Allrounder. Vitamin E eignet sich als natürliches Konservierungsmittel und sorgt für eine lange Haltbarkeit deines Pflegeprodukts. Viel wichtiger aber: Vitamin E konserviert auch deine Haut. Es wirkt antioxidativ, fördert die Zellteilung, stabilisiert Strukturproteine wie Kollagen, Keratin und Elastin und verbessert die Hautfeuchtigkeit. Ganz nebenbei lindert es Entzündungen und eignet sich somit besonders gut bei unreiner Haut. 
    Vitamin E kommt auf natürliche Weise in Nüssen, Samen und pflanzlichen Ölen vor. Dort schützt es die empfindlichen Fettsäuren vor Schäden durch Luftsauerstoff und Licht. Sowohl Kokosöl als auch Sonnenblumenkernöl profitieren von der antioxidativen Wirkung und sind damit eine ausgezeichnete Quelle für das Wunder-Vitamin. Antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften werden durch die enthaltenen Fettsäuren, wie Laurinsäure und Linolsäure, gleich mitgeliefert. Rizinusöl unterstützt bei der Bekämpfung der Pickelbildung, regt die Produktion von Kollagen an und sorgt damit für einen gesunden Hautschutz. Mit den gleichen Eigenschaften kann sich auch das blaue Kamillenöl schmücken. Bisabolol, der Hauptwirkstoff der echten/ blauen Kamille, verleiht dem Öl seine entzündungshemmenden, antibakteriellen, antioxidativen und regenerativen Eigenschaften. Weitere Inhaltsstoffe sollen außerdem das Nervensystem günstig beeinflussen und verleihen dem Öl einen beruhigenden und entspannenden Charakter, der strapazierte Haut besänftigen kann. 

    Für den Abtransport der entzündungsauslösenden Bakterien kümmert sich hingegen ein anderer Player. Bentonit, eine Mineralerde, die aus Vulkanasche entstanden ist, bindet Schadstoffe und Bakterien in seiner Mineralstruktur und befreit unsere Poren so vor unerwünschtem Schmutz.  
    Das klingt nach einem wahren Rundum-Sorglos-Paket. Das ist es und so soll es auch sein. Falls du eh schon von einer unreinen Haut begleitet wirst, sollst du nicht auch noch mit einer komplizierten Pflege bestraft werden. 

    5. Tipps – Do's & Dont's für die Pflege unreiner Haut

    Das war nun ganz schön viel Aufmerksamkeit für diese kleinen Dinger. Und auch wenn sie es in deine Augen nicht ganz verdient haben, die kleine Extra-Portion Pflege zahlt sich aus. Falls du den Überblick verloren hast, alle Do's & Dont's nochmal im Schnelldurchlauf auf einen Blick:

    DOs

    Clean it!

    Auf die tägliche Gesichtsreinigung solltest du in keinem Fall verzichten. Auch wenn es in der Früh mal schnell gehen muss oder es abends etwas später wurde, deine befreiten Poren werden es dir danken. Achte unbedingt darauf, dein Handtuch oder Schwämmchen gründlich zu waschen und auszuspülen. Sie bieten die perfekte Umgebung für Bakterien, um sich schnell zu verbreiten. 

    Nimm das richtige!

    Nicht jede Haut ist gleich, aber jede ist dankbar über eine alkoholfreie, ölfreie, pH-neutrale und milde Pflege. Gerade unreine Haut neigt dazu, besonders sensibel auf bestimmte Inhaltsstoffe zu reagieren und bestraft mit Rötungen, Mitessern und Pickeln.

    Iss dich schön!

    Während fettige der sehr zuckerhaltige Lebensmittel deine Poren verstopfen und zu Unreinheiten führen, liefern dir frische Lebensmittel viele Vitamine für eine schöne und glatte Haut. Auch wenn dir der verzicht erstmals schwer fällt, der Verzicht auf Pickel ist es allemale wert. 

    No Stress & Relax

    Stehen wir innerlich unter Druck und Anspannung, schüttet unser Körper Stresshormone aus. Auch diese können unreine Haut fördern und Auslöser von Pickel sein. Verwöhne dich und deine Haut daher so gut es geht mit der ein oder anderen Verschnaufpause. Kommst du zur Ruhe, beruhigt sich bald auch deine Haut. 

    DON'Ts

    Nicht drücken

    Auch wenn es sehr schwer fällt und es in den Fingern juckt, das Ausdrücken von Pickeln und Mitessern solltest du unbedingt sein lassen. Dadurch förderst du die Entstehung von Entzündungen und deine Haut schlägt mit einer doppelten Portion Röte zurück. Lässt du sie dagegen ganz in Ruhe abheilen, klingen sie genauso schnell ab und du verhinderst die Narbenbildung.

    Weg mit den Bakterien

    Unsere Hände sind DER Magnet für Bakterien und Viren. Fast alles was mit uns in Berührung kommt, wandert zuerst über unsere Hände. Und prompt landet mit den Händen alle möglichen Bakterien und Schmutzpartikel in unserem Gesicht. Regelmäßiges Händewaschen und ist deshalb genauso wichtig, wie der Verzicht auf ständiges ins Gesicht fassen. Studien haben außerdem ergeben, dass sich auf keinem anderen Gegenstand so viele Bakterien befinden wie auf unserem Smartphone. Beim nächsten Telefonat landet diese direkt in unserem Gesicht. Daher solltest du auch dieses regelmäßig reinigen und desinfizieren. 

    Weniger ist Mehr!

    Hautunreinheiten verleiten natürlich zu einer dicken Make-up Schicht. Verschließt du deine Poren mit Abdeckstiften & Co. kann der Talg erst recht nicht abfließen und der nächste Pickel ist schon im Anmarsch. Auch wenn dir der Weg in die Öffentlichkeit damit schwer fällt, gibt es keinen Grund sich zu verstecken.  Und muss es dann doch mal ein bisschen Make-up sein, benutze nur das Notwendigste und vergiss auf keinen Fall das Abschminken.

     

    Natürlich wäre das Leben viel einfacher, wenn man nicht ständig gegen Pickel, Mitesser und Pusteln ankämpfen müsste. Pickelchen kann man leider nicht einfach wegzaubern und verschwinden nicht über die Nacht. Die beruhigende Nachricht: Unreine Haut betrifft mindestens 80% der Menschen und viele können von einem glatten Hautbild nur träumen. Reine Haut ist das Ergebnis vieler Faktoren und auch wenn du eine Veranlagung zu unreiner Haut in dir trägst, kannst du dein Hautbild bis zu einem gewissen Grad beeinflussen. Dabei musst du nicht bei jedem Pickel direkt zum Arzt. Bestehen Mitesser und Pickel aber flächendeckend und über einen langen Zeitraum, empfehle ich dir auf jeden Fall einen Arzt aufzusuchen. Wenn die richtige Reinigung und Pflege nicht ausreichen, braucht deine Haut eventuell eine intensive Behandlung gegen Akne. 

    Genug von Pickeln, Mitessern & Co. – dein wissenschaftliches Auge darfst du nun gerne wieder verschließen und verbanne deine verärgerten Emotionen aus deiner Gefühlswelt. Bleib locker, versteck dich nicht und sei du der aktive Part für ein reines Hautbild. 

     

     

     







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