Hautpflege im Herbst: Warum die Haut saisonale Pflege braucht

October 26, 2022

Hautpflege im Herbst: Warum die Haut saisonale Pflege braucht

by Lena Severin

September, Oktober, November… Der Herbst befindet sich in vollem Gange, auch wenn er in diesem Jahr ein wenig später eingetrudelt ist. Wenn es dann aber knackig kalt wird, der Wind unangenehm an der Haut knabbert und wir den Reißverschluss der Jacken bis unters Kinn hochziehen wollen, müssen wir uns etwas gegen die Herbstluft einfallen lassen. Was bedeutet das für die Hautpflege? Brauche ich für jede Jahreszeit eine andere Pflegeroutine?

Herbst bedeutet Umstellung – auch für die Haut. Denn während die Thermometeranzeige nach unten klettert und die Windrädchen in den Vorgärten Fahrt aufnehmen, sehnt sich die Haut nach mehr Reichhaltigkeit und Schutz. Pflegende Seren, hydrierende Konzentrate und leichte Texturen der Sommerpflege reichen in den kälteren Jahreszeiten nicht mehr. Cremes, Öle, Körperlotionen, Schals und Wollpullis dürfen ihren Weg aus dem Sommerschlaf-Versteck zurück finden. Herbstpflege bedeutet Stärkung der Hautschutzbarriere, Versorgung mit Feuchtigkeit und vor allem Zeit, die Hautpflege wirklich zu genießen, um dabei ein wenig runter zu kommen.

Die Antwort auf die Frage in der Headline, kurz und knapp: Ja. Wieso sich die Bedürfnisse deiner Haut verändern, wie du deine Pflege anpassen und deine Haut gut durch die Übergangsphase und den darauf folgenden Herbst bringen kannst, erfährst du hier.

 

  1. Haut im Herbst: Wieso verändert sich die Haut im Laufe des Jahres?
  2. Update your Routine: Öle, Cremes & Co. für deine Hautpflege im Herbst
  3. Schutz von Außen: Kleidung, die deine Haut vor der Kälte schützt
  4. 5 Tipps für deinen Herbst

 

Zwei Gesichter, helle und dunkle Haut, die vertraut nebeneinander liegen

1. Haut im Herbst: Wieso verändert sich die Haut im Laufe des Jahres?

Die Grundstruktur deiner Haut verändert sich über das Jahr hinweg nicht. Was sich verändert, sind aber ihre Bedürfnisse. Denn deine Haut wird durch äußere Einflüsse wie Wind, Wetter, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Sonneneinstrahlung beeinflusst. Und wenn die Bedürfnisse deiner Haut nicht erfüllt werden, kann sie darauf beispielsweise mit Trockenheit, öligem Glanz oder Unreinheiten reagieren.

Während wir im Sommer dafür sorgen müssen, dass wir den Feuchtigkeitshaushalt der Haut aufrechterhalten – nämlich mit leichten Texturen, wie Seren und Konzentraten – müssen wir im Herbst und noch mehr im Winter darauf achten, ihr ausreichend Lipide zuzuführen. Reichhaltigkeit ist zusätzlich zur Versorgung mit Feuchtigkeit gefragt. Besonders Wind, kalte Temperaturen und Heizungsluft können die Haut nämlich stark austrocknen. Trockenheit kann dann dazu führen, dass die Hautbarriere nicht mehr stabil genug ist, um Viren und Bakterien davon abzuhalten, eindringen zu können. Parallel dazu kann die Haut die Feuchtigkeit nicht mehr gut speichern, was Juckreiz, Schüppchenbildung und Spannungsgefühl noch verstärkt. Die Folgen von einer gestörten Hautschutzbarriere kannst du in dieser unteren Grafik sehen:

Grafik zur Ansicht einer gestörten Hautschutzbarriere.

Du merkst vielleicht schon: Die richtige Pflege kann deine Haut gesund halten, und das völlig unabhängig vom Wetter und dem aktuellen Kalenderblatt. Wichtig ist deshalb, dass du lernst, deine Haut zu verstehen. So kannst du gezielt auf ihre Bedürfnisse eingehen und merkst, ab wann du beispielsweise eine Tagescreme verwendest und wann ein leichtes Serum ausreicht. Und keine Sorge, eine saisonale Pflege muss nicht bedeuten, komplett neue Produkte kaufen zu müssen.

Eine Frau schmiert sich einen Tupfer Creme auf ihre nackte Schulter.

2. Update your Routine: Öle, Cremes & Co. für deine Hautpflege im Herbst

Wie schon gesagt, muss dein Konto nicht in Schockstarre verfallen, weil du dir 4 mal im Jahr komplett neue Pflegeprodukte kaufen musst. Pflege smarter ist hier die Devise! Das bedeutet, dass du deiner Haut mit dem Wechsel von Sommer zu Herbst eine Stufe mehr Reichhaltigkeit gibst. Beispielsweise mit der Ergänzung der Tagescreme. Beginnen kannst du damit auch erst einmal nur am Abend, wenn du erste Anzeichen von trockener Haut entdeckst. Je nach Bedürfnis verwendest du sie dann später am Morgen und nutzt abends zusätzlich zu deiner bestehenden Routine ein pflegendes Öl. Hier musst du auch nicht gleich zum reichhaltigsten Öl im Repertoire greifen (das ist das Mandelöl – hast du es gewusst?). Für den Übergang eignen sich die leichten Öle wie Squalan, Argan- oder Jojobaöl wunderbar. Die kannst du übrigens auch sehr gut für die Haare verwenden und hast direkt einen Mehrzweck, auch wenn deine Haut gerade vielleicht kein extra Öl benötigt. Denn Haare sehnen sich auch im Sommer nach Feuchtigkeit und Schutz, ganz besonders bei lockigem Haar.

Aber zurück zur Hautpflege. Ich gebe dir gern mal ein Beispiel, wie ich meine Routine über das Jahr hinweg anpasse:

Diese Produkte verwende ich das ganze Jahr über:

Und so sieht meine Routine für jede Saison aus:

FRÜHLING:

Das Gesicht einer Non-binary Person, mit zarter Blüte an der Wange
Morgens:

  1. Niacinamid Serum: stärkt die Hautschutzbarriere und fördert die Regeneration
  2. Hyaluron Augengel: gezielte Feuchtigkeit für die Augenpartie
  3. Hyaluron Konzentrat: intensive Feuchtigkeit, die tief eindringt
  4. Hyaluron Tagescreme: Schutz & leichte Pflege mit Aloe Vera und Arganöl
  5. Sonnencreme: Frühlingssonne hat schon ziemlich Kraft

Abends:

  1. Reinigungsöl: eine sanfte, gründliche Reinigung ist die Basis jeder Pflege
  2. Calendula Gesichtswasser: beruhigt und stärkt die Haut
  3. BHA Peeling: wirkt talgregulierend, entzündungshemmend und beugt Unreinheiten vor
  4. Hyaluron Augengel: gezielte Feuchtigkeit für die Augenpartie
  5. Hyaluron Konzentrat: intensive Feuchtigkeit, die tief eindringt
  6. Squalan: das leichteste Öl bewahrt die Haut vor Feuchtigkeitsverlust

 

SOMMER:

Junge Frau mit einer Blumenkrone aus Löwenzahn liegt mit entspanntem Gesichtsausdruck auf dem Rücken
Morgens:

  1. Niacinamid Serum: stärkt die Hautschutzbarriere und fördert die Regeneration
  2. Hyaluron Augengel: gezielte Feuchtigkeit für die Augenpartie
  3. Hyaluron Konzentrat: intensive Feuchtigkeit, die tief eindringt
  4. Sonnencreme: Sonne ohne Sonnencreme ist ein No-Go!

Abends:

  1. Reinigungsöl: eine sanfte, gründliche Reinigung ist die Basis jeder Pflege
  2. Calendula Gesichtswasser: beruhigt und stärkt die Haut
  3. BHA Peeling: wirkt talgregulierend, entzündungshemmend und beugt Unreinheiten vor
  4. Hyaluron Konzentrat: intensive Feuchtigkeit, die tief eindringt
  5. Hyaluron Augengel: gezielte Feuchtigkeit für die Augenpartie
  6. Squalan: das leichteste Öl bewahrt die Haut vor Feuchtigkeitsverlust


HERBST:

Frau mit dunkler Haut und Afro cremt ihr Gesicht sanft vor einem Spiegel ein
Morgens:

  1. Zink Gesichtswasser: wirkt entzündungshemmend und befreit die Haut von überschüssigem Talg
  2. Niacinamid Serum: stärkt die Hautschutzbarriere und fördert die Regeneration
  3. Hyaluron Augengel: gezielte Feuchtigkeit für die Augenpartie
  4. Hyaluron Konzentrat: intensive Feuchtigkeit, die tief eindringt
  5. Hyaluron Tagescreme: Schutz & leichte Pflege mit Aloe Vera und Arganöl
  6. Sonnencreme: Auch im Herbst sollten wir unsere Haut vor UV-Strahlung schützen

Abends:

  1. Reinigungsöl: eine sanfte, gründliche Reinigung ist die Basis jeder Pflege
  2. BHA Peeling: wirkt talgregulierend, entzündungshemmend und beugt Unreinheiten vor
  3. Hyaluron Augengel: gezielte Feuchtigkeit für die Augenpartie
  4. Hyaluron Konzentrat: intensive Feuchtigkeit, die tief eindringt
  5. Squalan: Das leichteste Öl bewahrt die Haut vor Feuchtigkeitsverlust


WINTER:

Frau mit heller Haut tropft sich ein Gesichtsöl mit der Pipette auf die Wange
Morgens:

  1. Zink Gesichtswasser: wirkt entzündungshemmend und befreit die Haut von überschüssigem Talg
  2. Niacinamid Serum: stärkt die Hautschutzbarriere und fördert die Regeneration
  3. Hyaluron Augengel: gezielte Feuchtigkeit für die Augenpartie
  4. Hyaluron Konzentrat: intensive Feuchtigkeit, die tief eindringt
  5. Hyaluron Tagescreme: Schutz & leichte Pflege mit Aloe Vera und Arganöl
  6. Squalan: das leichteste Öl bewahrt die Haut vor Feuchtigkeitsverlust
  7. Sonnencreme: auch im Herbst sollten wir unsere Haut vor UV-Strahlung schützen

Abends:

  1. Reinigungsöl: eine sanfte, gründliche Reinigung ist die Basis jeder Pflege
  2. BHA Peeling: wirkt talgregulierend, entzündungshemmend und beugt Unreinheiten vor
  3. Hyaluron Augengel: gezielte Feuchtigkeit für die Augenpartie
  4. Hyaluron Konzentrat: intensive Feuchtigkeit, die tief eindringt
  5. Hyaluron Tagescreme: Schutz & leichte Pflege mit Aloe Vera und Arganöl
  6. Squalan: Das leichteste Öl bewahrt die Haut vor Feuchtigkeitsverlust


Wie du siehst, ändert sich im Grunde nicht viel an meiner Routine. Es kommt nicht viel hinzu, bzw. fällt weg und viele der Produkte, wie bspw. die Gesichtswasser, brauche ich ohnehin im halbjährlichen Rhythmus auf und kann mich hier so wunderbar abwechseln, ohne ein Produkt auf die Wartebank zu schieben.

Wenn es um das richtige Öl für deine Haut geht, kann ich dir nur nahelegen mal in diesen Beitrag hier rein zu schauen. Dort haben wir alle reinen JUNGLÜCK-Öle und Herkunft erklärt. 

Teetasse und Buch stehen auf einem weiß bezogenen Bett

3. Schutz von außen: Kleidung, die deine Haut vor der Kälte schützt

Die richtige Pflege allein schützt unsere Haut aber nicht vor Kälte, Wind und Wetter. Womit wir uns von außen warm halten, spielt hier eine große Rolle, denn die Haut möchte atmen können und nicht erstickt werden. Naturmaterialien wie Wolle, Alpaka oder Kaschmir schaffen beispielsweise den Spagat zwischen wärmen und atmen lassen.

hessnatur stellt seit über 45 Jahren nachhaltige Kleidung aus natürlichen Materialien her. Ihr Konzept gleicht unserem: Wir stellen den Menschen und den Planeten in den Vordergrund. Mit zeitlosen Designs aus Materialien der Natur wird deine Haut auf besonders zarte Weise im Herbst und Winter geschützt.

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Materialien, die deine Haut vor Kälte schützen:

Bio-Schurwolle
Schurwolle hat eine sehr nützliche Eigenschaft: Sie reguliert die Körpertemperatur, sodass wir nicht auskühlen, sich aber gleichzeitig kein Hitzestau bildet. Außerdem ist Wolle selbstreinigend, denn Wassertropfen, Schmutz und Staub gelangen nur schwer in die Faser. So reicht es vollkommen aus, das Kleidungsstück zu lüften, statt ständig zu waschen. Das spart nicht nur Wasser, sondern auch Energie und Zeit.

Alpaka: ein Edelhaar
Alpaka, Kamel, Kaschmir oder Yak – alle haben sie eins gemeinsam: Sie gehören zu den Edelhaaren. Das sind besonders hochwertige Tierhaare, die nicht vom Schaf stammen. Diese Naturfasern sind weich auf der Haut, wärmen wunderbar und sehen obendrein noch super kuschelig aus. hessnatur prüft hier die Herkunft ganz genau und verlangt große Transparenz von den Hersteller*innen, die strenge Richtlinien erfüllen müssen.

Alpakahaar kennst du bestimmt. Es ist besonders beliebt, da es sehr leicht, wärmeregulierend und super soft ist. Bei hessnatur werden die Produkte aus Alpaka vom Haar bis zum fertigen Lieblingspulli, Jacke und Co. in Peru verarbeitet. So helfen sie Hirten in den Anden, die sich um die frei lebenden Tiere kümmern, unterstützen Garnlieferanten und Stickereien und sparen mit einer geschlossenen Textilkette vor Ort CO2 ein. So viel Engagement steht ihnen gut – und dir auch.

Rhönwolle aus Deutschland.
Rhönwolle ist seit den 70er Jahren fast nicht mehr verwendet worden, was dazu geführt hat, dass der Bestand der Rhönschafe stark zurückgegangen und die Rasse vom Aussterben bedroht gewesen ist. Um das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön zu unterstützen, hat hessnatur 2001 ein Projekt zum Erhalt dieser Rasse gestartet und stellt seither mit der Wolle robuste Jacken, Mäntel und Teppiche her.

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Wenn du neben der passenden Herbst-Kosmetik noch auf der Suche nach kuscheliger Mode suchst, schau gern mal bei hessnatur vorbei! 

4. 5 Tipps für deine Herbsthaut

  1. Langsam die Feuchtigkeitspflege mit reichhaltigen Cremes oder wertvollen Ölen ergänzen
  2. Auszeiten nehmen: Zum Beispiel mit einer entspannenden Hanföl Maske
  3. Sanfte Reinigung: Finger weg von Aggressiven Alkoholen und Tensiden
  4. Lauwarmes oder kaltes Wasser statt zu heißes Waschen
  5. Mehr Zeit für die Dinge nehmen, die dir Energie geben und dich entspannen

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Zugegeben, den letzten Punkt kann man zu jeder Jahreszeit tun, aber ich finde, dass der Herbst dafür eine ganz besondere Gelegenheit bietet. Der Sommer ist vorbei: Die Zeit, in der man viel unterwegs ist, ständig draußen von Freunden zu Partys, an den See und zurück rennt. Und ich weiß nicht, wie es dir geht, aber ich sehne mich danach, mal etwas zur Ruhe zu kommen, um neue Energie zu sammeln. Im Endeffekt wird sich ein entspanntes Mindset auch auf deine Haut positiv auswirken. Schließlich reagiert sie mal mehr, mal weniger sensibel auf Stress und emotionale Belastung. Deshalb: Lass uns diesen Herbst einfach mal ein bisschen mehr Zeit für uns selbst einplanen, ganz ohne Stress und Termine. Bist du dabei?


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