Die Anti-Aging-Waffe Sonnenschutz

LP
Leonie Poppe
30.05.2020

Diesmal geht es um eines meiner Lieblingsthemen, den Sonnenschutz. Ja, vermutlich ist es eines der meist besprochenen Topics überhaupt. Wie ich finde zurecht! Besonders jetzt, wo der Sommer vor der Tür steht, kriegt die Sonnencreme nochmal einen richtigen Schub an Aufmerksamkeit. Es gibt, und das vor allem in der Hautpflege, wirklich kaum ein Produkt, das so wichtig ist wie der richtige Schutz vor UV-Strahlung! 

Vielleicht hast du selbst schon einiges zu dem Thema in Erfahrung gebracht, trotzdem möchte ich dir hier noch einmal alle wichtigen Fakten zusammentragen und dir auch einen Einblick in die aktuelle Studienlage geben. Denn gerade im Internet etc. gibt es so viele Dinge die einfach weitergegeben und nicht hinterfragt werden. Meine Devise lautet wie immer: Mache dich selbst zum Experten und glaube nicht alles was dir erzählt wird. 

Und Sonnenschutz, die richtigen Filter, ab wann, was, wie, wo, das wird wirklich so heiß diskutiert wie die Sonne selbst. Deswegen erfährst du hier:

  • Was UV-Strahlung ist und was sie mit unserer Haut macht 
  • Wie sie für unseren Vitamin-D-Spiegel verantwortlich ist und trotzdem Schäden verursacht
  • Wann und warum wir Sonnenschutz benötigen
  • Welche Filter-Arten es gibt und wie sie funktionieren
  • Den Zusammenhang zwischen Sonnencremes und unseren Korallenriffen 
  • Und wie du Sonnencreme richtig aufträgst 

Was ist UV-Strahlung?

Die UV-Strahlung ist ein Bereich der optischen Strahlung und besitzt eine Wellenlänge von 100 - 400 nm. Damit schließt sie direkt an das sichtbare Lichtspektrum an. Aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften, lässt sich die UV-Strahlung nochmals in 3 Gruppen unterteilen 

UV-A mit einer Wellenlänge von 400 - 315 nm (langwellig) 

UV-B mit einer Wellenlänge von 315 - 280 nm (kurzwellig) 

UV-C mit einer Wellenlänge von 280 - 100 nm (sehr kurzwellig) 

Abb.1 

Ich habe dir hier eine kleine Übersicht erstellt, um dir besser verdeutlichen zu können wie die Strahlen zu uns auf die Erde treffen. Wie du auf Abb. 1 sehen kannst, sind die UV-C Strahlen für uns, dank der Ozonschicht, nicht besonders relevant. UV-A und UV-B hingegen schon. Etwa 10 % der UV-B-Strahlen und fast 100 % der UV-A-Strahlen erreichen uns auf der Erde. 

Je längerwellig die Strahlen sind, desto energieärmer sind sie. Demnach sind UV-A-Strahlen energieärmer als die UV-B-Strahlen. [1]


Doch was machen UV-Strahlen eigentlich mit unserer Haut? UV-Alterung und UV-Brand! 

Also eins steht fest: UV-Strahlung ist ohne Zweifel der Enemy No. 1, wenn es um unsere Hautgesundheit geht. Sie treibt die Hautalterung voran, zerstört wichtige Strukturen unseres Bindegewebes und verändert sogar das Erbgut unserer Zellen. Die UV-A-Strahlen beispielsweise dringen in die eher tiefer liegenden Hautschichten ein und bilden hier die uns altbekannten freien Radikale! Diese zerstören das stützende Kollagen in unserer Haut und verhindern dazu auch noch dessen Neubildung. Sogar die Elastinfasern verändern sich. Verständlich also, dass so die Spannkraft und Flexibilität der Haut flöten geht. 

Ich erinnere mich nur zu gut an die braungebrannten, etwas älteren Damen und Herren im Italienurlaub, die ich als Kind immer bestaunt habe. Die Falten am gesamten Körper waren meist schon von Weitem zu sehen. 

Was jedoch noch viel gravierender ist, dass diese freien Radikale auch das Erbgut der Zellen verändern können. Zusätzlich dazu, verliert die Haut auch ihre Fähigkeit sich selbst zu reparieren. Das, in Kombination mit Schäden an der DNA, lässt letzten Endes und im schlimmsten Fall Hautkrebs entstehen. [11]

Zusammengefasst verursachen UV-A-Strahlen also

  • Photoalterung und so mit frühzeitiger Faltenbildung,
  • aber auch Pigmentstörungen, 
  • Sonnenallergie 
  • und Hautkrebs

Während UV-B-Strahlen sich mit den äußeren Schichten unserer Haut begnügen und vor allem 

  • Sonnenbrand, Hyperpigmentierung,
  • allergische Reaktionen 
  • und ebenfalls Hautkrebs hervorrufen  

Die Schäden der UV-B-Strahlen sind also um einiges offensichtlicher als die der UV-A-Strahlen. Was sie dadurch nicht weniger gefährlich macht. Im Gegenteil.  

Vitamin-D-Produktion in der Haut

Doch die UV-Strahlung hat auch ihre guten Seiten. Denn wie wir mittlerweile alle wissen, hilft sie unserer Haut, ein für uns sehr wichtiges Vitamin zu produzieren. Nämlich das Vitamin D. 

Vitamin D ist deshalb so essentiell für uns, weil es im Körper wesentlich den Calcium- und Phosphathaushalt beeinflusst und damit auf die Knochenmineralisierung einwirkt. Abgesehen davon hat es auch im Darm, der Muskelfunktion und unserem Immunsystem seine Finger im Spiel. (12) Die Physiologie unserer Haut ist ebenfalls untrennbar mit der Produktion und Aktivität von Vitamin D verbunden. (13)

Und wie macht UV-Strahlung das jetzt? 

Wir haben in unserer Haut eine Art Vorstufe von Vitamin D vorliegen, das sog. Provitamin D3 (für die, die es interessiert auch als 7-Dehydrocholesterin bezeichnet) bilden wir in unserer Leber einfach selbst. Ziemlich gut eigentlich. Die UV-B-Strahlen schaffen es nun, mittels ihrer Energie, dieses Molekül zu spalten und es entsteht Cholecalciferol und das kennen wir als Vitamin D3. [12] Dieser Vorgang ist natürlich noch um einiges komplexer und noch lange nicht am Ende. Aber die Einzelheiten würden den Rahmen des Artikels sprengen und gehören auch nicht ganz zum Thema Sonnenschutz. 

Wichtig ist zu wissen, dass Vitamin D so das einzige Vitamin ist, das wir uns durch Nahrung zuführen, unser Körper aber auch selbst herstellen kann! 

Klar kommt hier die Frage auf: Beeinflusst Sonnenschutz meinen Vitamin D-Spiegel? 

Ja und nein. 

Frühere Studien haben zwar gezeigt, dass das Auftragen von Sonnenschutz die Bildung von Vitamin D in der Haut beeinflussen kann, allerdings waren die Bedingungen dieser Studien nicht den normalen Gegebenheiten angepasst. Es wurde beispielsweise künstliches UV-Licht verwendet, welches sich in seiner Zusammensetzung vom terrestrischen Sonnenlicht unterscheidet. 


Darüber hinaus haben mehrere Feldversuche und Beobachtungsstudien keinen Zusammenhang zwischen der Nutzung von Sonnencreme und einem sinkenden Vitamin D-Spiegel bestätigen können. [4][5]

Ganz abgesehen davon, machen wir das mit dem UV-Schutz ja nicht zum Spaß, sondern schützen uns damit vor Hautkrebs. Diese Art der Prävention ist also super wichtig! Die Angst vor einem Mangel an Vitamin D sollte uns auf keinen Fall davon abhalten Sonnencreme zu verwenden. Da ist der Nutzen durch Schutz und Prävention größer, als der Verdacht auf Vitamin D-Mangel. 

Wer sich natürlich gänzlich der Sonne entzieht oder entziehen muss, lange Kleidung trägt und selten das Haus verlässt, der kann so durchaus in den Mangel rutschen. 

Deshalb ist es durchaus ratsam, dass du deinen Vitamin D-Spiegel im Auge behältst. Solltest du der Meinung sein, eventuell an einem Mangel zu leiden, dann lass am besten dein Blut untersuchen. Denn Vitamin D kannst du dem Körper wunderbar über Nahrungsergänzungsmittel zuführen.    

Abb. 2

Und wie ist ein idealer Sonnenschutz aufgebaut? 

Nachdem klar ist, dass wir Sonnenschutz brauchen, ist es ebenso wichtig, die richtige Sonnencreme zu finden und in unserem Fall zu kreieren.

Aus den Informationen die wir bisher zusammen durchgegangen sind, kannst du mit Sicherheit herauslesen, dass ein Sonnenschutz unbedingt gegen UV-A und UV-B-Strahlen schützen sollte. Außerdem sollte er photostabil sein, wasser- und schweißbeständig und meiner Meinung nach mindestens einen LSF von 30 aufweisen. Warum, darauf gehe ich später noch ein. Und natürlich sollte er auch die eigene Gesundheit nicht gefährden (keine Allergien auslösen) und unsere Umwelt nicht belasten. 

Unsere junglück Sonnencreme hat einen LSF von 30. Während der Lichtschutzfaktor in der Regel für den Schutz gegen die UV B-Strahlung steht, sollte der UV A-Schutz mindestens ein Drittel des UV B-Schutzes betragen und liegt bei uns bei 11,6! 

Um diese Themen noch genauer aufgreifen zu können erkläre ich dir hier kurz die Unterschiede der verschiedenen Filtersysteme! 

UV-Filter - organisch und anorganisch

Meistens werden die Filter in Sonnencremes in “chemische = schlechte und mineralische oder physikalische = gute” Filter eingeteilt. 

Leider ist das so nicht ganz korrekt. Denn wenn wir uns die Filter mal genauer anschauen, sind sie eigentlich alle “chemisch”. Die Chemie ist eine Wissenschaft, die sich mit den Zusammenhängen von Stoffen beschäftigt, also eigentlich mit allem das uns umgibt. :) 

Und das schließt auch Mineralien nicht aus. Das Wort “Chemie” hat nur leider einen eher unguten Beigeschmack und wird daher gerne verwendet, um Vorgänge, Dinge und Substanzen schlechter dastehen zu lassen, als sie es eigentlich tun. 

Das führt eben auch dazu, dass die als “chemischer Filter” bezeichneten Inhaltsstoffe, gerne mal in einem Topf zusammengeschmissen werden und den Stempel “schlecht” aufgedrückt bekommen. Klar, dafür gibt es Gründe, die wir auch nicht außer Acht lassen sollten. Hormonaktivität und ihr Beitrag im Sterben unserer Korallenriffe.Trotzdem macht es auch hier Sinn, sich die einzelnen Stoffe genauer anzusehen und nicht zu pauschalisieren! 

Demnach macht eine Unterteilung der Filter in organisch und anorganisch mehr Sinn! 

Alles Organische, also Pflanzen, Tiere und natürlich wir Menschen, bestehen aus Molekülen die auf Kohlenstoff basieren. Während anorganische Stoffe aus mineralischen also anorganische Atomen wie eben Titan und Zink bestehen. 


Welche organischen/chemischen Filter gibt es? Und wie funktionieren sie?

Zu dieser Gruppe von Filtern gehören Octinoxat (UV-B), Salicylate (UV-B) und Benzophenone (UV-A). Die UV-Strahlung wird von diesen Molekülen im Filter absorbiert, also aufgenommen. Die einstrahlende Energie wird über Mechanismen wie Fluoreszenz, Photoreaktionen oder Umverteilung der Energie, innerhalb des Moleküls freigesetzt. 

Einigen Vertretern dieser Gruppe werden negative Wirkungen auf unseren Körper, aber auch auf die Umwelt zugesagt. Besonders Filter wie Oxybenzone und Octinoxate geben Anlass zur Sorge, Korallenriffe auszubleichen und Algen zu dezimieren, welche einen Großteil des Sauerstoffs produzieren, den wir atmen. Hawaii wird im Januar 2021, als Reaktion auf die tatsächliche oder vermeintliche Bedrohung, die Verwendung solcher Sonnenschutzfilter verbieten. [6]

Sind “chemische” Filter hormonell aktiv?

Ja, auch auf unser empfindliches Hormonsystem sollen diese Stoffe einwirken. Hier gibt es aber ebenso kaum übertragbare, hieb- und stichfesten Daten die das beweisen. Es wurden Tests an einzelnen Zellen durchgeführt, die sich nicht eins zu eins auf den komplexen menschlichen Körper übertragen lassen. 

Es gibt aber wie du siehst, durchaus einen Grund hier genauer nachzusehen und auch abzuwarten wie es mit den UV-Filtern weitergeht. Denn auch wenn diese Inhaltsstoffe nur potenziell allergisierend und hormonell wirksam sind, verzichten wir doch lieber darauf.

Ein weiterer Grund, warum wir uns dafür entschieden haben, nur mineralische Filter zu verwenden ist, dass in der Naturkosmetik ohnehin nur diese zugelassen sind. Aber auch allgemein die Beweise bzgl. der Verträglichkeit von Zinkoxide und Titandioxid auf Mensch, Tier und Umwelt, sprechen für die natürlichere Variante. [14][15]

Klar, auch hier gibt es kritische Stimmen und das Thema Nanopartikel wird hier heiß diskutiert. 

Welche anorganischen/mineralischen Filter gibt es? Und wie funktionieren sie? 

Hier sind aktuell nur zwei Vertreter zugelassen, bei denen die anorganischen Atome eine Verbindung mit Sauerstoff (-oxid) eingehen: 

Zinkoxid (INCI Zinc Oxide) und Titandioxid (INCI Titanium Dioxide). 

Bei beiden Filtern handelt es sich um weißliche Pulver, die sich schwer in Wasser lösen und verteilen lassen. Daher kommt auch der uns allen bekannte “Weißel-Effekt”, den Sonnencremes mit diesen Filtern leider mit sich bringen. Lange Zeit wurde behauptet, dass diese Art von Filtern die Sonnenstrahlen eher reflektieren und streuen. Anders also, als ihre organischen Kollegen, die das eben durch Absorption tun. Allerdings hat eine Studie aus dem Jahr 2016 gezeigt, dass auch mineralische Filter den Großteil der UV-Strahlen absorbieren. [9]

Außerdem zerfallen Zinkoxid- und Titandioxid-Moleküle nicht, lösen somit weniger allergische Reaktionen aus und sind grundsätzlich verträglicher.

Ein weiterer Grund für uns, diese Filter-Variante für unsere Sonnencreme zu wählen. 

Und was ist jetzt mit diesen Nanopartikeln? 

Hier habe ich mich auch nach aktuellen Studien umgesehen. Dabei bin ich auf Informationen aus dem letzten Jahr gestoßen. In dieser Studie wurde nachgewiesen, dass sich nach dem Auftragen einer entsprechenden Sonnencreme, Nano-Partikel des Titandioxids, im menschlichen Körper befunden haben. Allerdings waren auch hier die Bedingungen nicht unbedingt typisch. Die Sonnencreme wurde 3 Tage in Folge aufgetragen und nicht wieder abgewaschen. Trotzdem bedarf es hier künftig genauerer Untersuchungen. [8]


Wir bei junglück verzichten daher auf Nanopartikel. In unseren Produkten und somit auch in der Sonnencreme, wirst du keine finden!  

Wenn du dich fragen solltest, wieso wir keine Tagescreme mit LSF haben, dann schau doch hier im Blogartikel zu unserer Tages- und Nachtcreme vorbei. Dort erklärt dir Sophia wieso! :) 


Wann ist Sonnenschutz sinnvoll? 

Im Grunde ist das hier, zusammen mit dem “Wie”, einer der wichtigsten Punkte. Denn Sonnenschutz solltest du eigentlich täglich - Sommer wie Winter - auftragen. 

Ja, es stimmt, die UV-Strahlung lässt im Winter nach, aber vor allem im Gesicht sind wir ihr trotzdem oft und lange genug ausgesetzt. 

Die Intensität der UV-Strahlung auf der Erdoberfläche hängt von verschiedenen Faktoren ab und sollte nie unterschätzt werden: 

  • Breitengrad - je näher am Äquator desto intensiver 
  • Jahres- und Tageszeit - im Sommer stärker als im Winter und mittags stärker als morgens und abends (logisch) 
  • Wetter - geschlossene Wolkendecke hält bis zu 90 % der Strahlen zurück aber leichte Bewölkung kann diese sogar verstärken
  • Schatten - verringert die Strahlung nur um ca. 30 %
  • Höhenmeter - pro 1000 Höhenmeter ca. 10 % mehr Strahlung 
  • Umgebung - Schnee, Sand und Wasser reflektieren und verstärken die Intensität. [1]

Wie du siehst, UV-Strahlung ist überall und immer am Start. Wenn du deine Haut vor Schäden, Alterung und Krankheit schützen möchtest, ist ein ausreichender Lichtschutzfaktor (LSF) das A und O!

Also ist Sonnencreme wirklich eine der besten Anti-Aging-Waffen die du dir vorstellen kannst und gehört meiner Meinung nach in jede Pflegeroutine! 

Wenn du dir trotzdem nicht sicher bist, ob du Sonnenschutz verwenden sollst, kannst du dich auch auf den UV-Index stützen. Er beschreibt die Tagesspitze an UV-Strahlung, die an einem Tag, in einer bestimmten Region, auf der Erde ankommt. Für Deutschland findest du den täglichen UV-Index hier und für weitere Länder hier.

Und spätestens ab einem Index von 3 ist Sonnencreme angesagt. 

Mehr Infos & Tipps, wie du dich vor der Sonne schützen kannst, findest du auch  bei der Produktbeschreibung unserer Sonnencreme!

Wie trage ich Sonnenschutz richtig auf? 

Fast wichtiger als ein hoher Lichtschutzfaktor ist das WIE! 

Denn du benötigst eine bestimmte Menge an Sonnencreme, um auch wirklich den angegebenen UV-Schutz zu bekommen. 

Häufig wird die Menge in Ess- und Teelöffeln angegeben, was ich persönlich ganz praktisch finde, denn das kann man sich besser bildlich vorstellen. Wer hat schon immer eine Waage dabei um sich die 1,2 g fürs Gesicht abzuwiegen. 

Grundsätzlich gilt: Für jedes größere Körperteil, Brust, Bauch, Arme und Beine benötigst du mindestens jeweils einen Esslöffel Sonnencreme. Jap, das ist viel. Fürs Gesicht kommt nochmal ein halber Teelöffel dazu. 

Oft wird empfohlen, die Menge an Creme in Schichten aufzutragen, damit das Produkt nach und nach Zeit hat um einzuziehen und nicht alles auf einmal am Körper klebt. Das kann ja schon, vor allem bei den mineralischen Filtern häufig sehr unangenehm sein. 

Welchen LSF sollte ich verwenden?

Bezüglich dem LSF hatte ich bereits erwähnt, dass alles unter 30 eigentlich kaum sinnvoll ist. 

Das hängt  aber natürlich davon ab, wie gewissenhaft du dich eincremst. Denn verwendest du weniger Sonnencreme, lässt logischerweise auch der Schutz nach. Das heißt da bringt dann natürlich ein höherer LSF noch ein bisschen mehr, als wenn er eh schon niedrig ist. 

Aber auch dein Hauttyp ist entscheidend. Hast du sehr helle Haut und bekommst schnell einen Sonnenbrand? Dann benötigst du natürlich auch einen stärkeren Sonnenschutz, als eine Person die von Haus aus schon einen dunkleren Hautton hat. 

Hierfür ist das Melanin in unserer Haut verantwortlich. Bräunt unsere Haut von der Sonne, so ist das ein Schutzmechanismus der Melanozyten um mit bereits entstandenen Schäden umzugehen. Interessiert dich dieses Thema genauer, dann kann ich hierzu gerne noch einen weiteren Beitrag verfassen, der sich mit der Bräunung der Haut und den verschiedenen Hauttypen beschäftigt. 


Finally...

Zum Abschluss möchte ich dir nur noch einmal ans Herz legen, wie wichtig es ist, dass du deine Haut vor UV-Strahlung schützt. Dass du bitte den Gang zum Solarium vermeidest ebenso wie das Braten in der Mittagssonne am Strand. So schön es ist, gebräunt aus dem Urlaub zurückzukommen, UV-Strahlen schaden langfristig und meist sind die Auswirkungen erst Jahre später zu spüren, auch wenn du im Moment nichts davon mitbekommst. Außerdem erlauben auch richtig aufgetragene Sonnencremes der ein oder anderen UV-B-Strahlung den Zugang zu deiner Haut und diese wird dann trotzdem braun, wenn auch langsamer, aber dafür nachhaltiger. ;)  

Genieß den Sommer in vollen Zügen und achte auf dich!

Mein absoluter Tipp für den Sommer, unser Aloe Vera Gel als After Sun Wellness für deine Haut! Es kühlt wunderbar und gibt der Haut wichtige Nährstoffe zurück, die sie durch die Sonne verliert. 

Wenn du noch Fragen oder Anregungen an mich hast, dann schreib mir super gerne eine E-Mail. Ich freue mich auf dich! 

Nimm dir Zeit für dich & sei gut zu dir!  

Deine Leonie 


Literaturangaben 

[1] https://www.bfs.de, abgerufen 28.05.2020

[2] https://www.who.int/news-room/q-a-detail/ultraviolet-(uv)-index

[3] https://www.dwd.de/DE/leistungen/gefahrenindizesuvi/gefahrenindexuvi.html

[4] R E Neale et. al., The Effekt of Sunscreen on Vitamin D: A Review. Br J Dermatol 2019 Nov;181(5):907-915

[5] Passeron T, Bouillon R, Callender V, et al. Sunscreen photoprotection and vitamin D status. Br J Dermatol. 2019;181(5):916‐931. doi:10.1111/bjd.17992

[6] Raffa RB, Pergolizzi JV Jr, Taylor R Jr, Kitzen JM; NEMA Research Group. Sunscreen bans: Coral reefs and skin cancer. J Clin Pharm Ther. 2019;44(1):134‐139. doi:10.1111/jcpt.12778 

[7] McSweeney PC. The safety of nanoparticles in sunscreens: An update for general practice. Aust Fam Physician. 2016;45(6):397‐399.

[8] Pelclova D, Navratil T, Kacerova T, et al. NanoTiO2 Sunscreen Does Not Prevent Systemic Oxidative Stress Caused by UV Radiation and a Minor Amount of NanoTiO2 is Absorbed in Humans. Nanomaterials (Basel). 2019;9(6):888. Published 2019 Jun 17. doi:10.3390/nano9060888

[9] Cole C, Shyr T, Ou-Yang H. Metal oxide sunscreens protect skin by absorption, not by reflection or scattering. Photodermatol Photoimmunol Photomed. 2016;32(1):5‐10. doi:10.1111/phpp.12214

[10] http://www.dermcoll.edu.au/atoz/sun-protection-sunscreens/

[11] Shanbhag S, Nayak A, Narayan R, Nayak UY. Anti-aging and Sunscreens: Paradigm Shift in Cosmetics. Adv Pharm Bull. 2019;9(3):348‐359. doi:10.15171/apb.2019.042

[12] https://www.amboss.com/de/wissen/Vitamine gelesen 29.05.2020 

[13] Piotrowska A, Wierzbicka J, Żmijewski MA. Vitamin D in the skin physiology and pathology. Acta Biochim Pol. 2016;63(1):17‐29. doi:10.18388/abp.2015_1104

[14] Kim KB, Kim YW, Lim SK, et al. Risk assessment of zinc oxide, a cosmetic ingredient used as a UV filter of sunscreens. J Toxicol Environ Health B Crit Rev. 2017;20(3):155‐182. doi:10.1080/10937404.2017.1290516

[15] https://www.ewg.org/sunscreen/report/the-trouble-with-sunscreen-chemicals/ gelesen 28.05.2020