Sensible Haut – 5 Tipps für sanfte Pflege

Sensible Haut – 5 Tipps für sanfte Pflege

Deine Haut reagiert schnell gereizt? Hier erfährst du, wie du sie mit sanfter Pflege unterstützt.

1. Was ist sensible Haut und wie sieht sensible Haut aus?
2. Was tun bei sensibler Haut? 5 Tipps für Sensibelchen
     Tipp #1 Haut-Tagebuch führen
     Tipp #2 Kosmetik für sensible Haut verwenden
     Tipp #3 Hautschutzbarriere stärken
     Tipp #4 Welche Gesichtspflege für sensible Haut?
     Tipp #5 Entspannung für sensible Haut und Geist
3. Fazit – sensible Haut erkennen und verstehen lernen

1. Was ist sensible Haut und wie sieht sensible Haut aus?

Die Haut spannt, ist gerötet, brennt oder juckt und vielleicht treten auch nach dem Auftragen bestimmter Pflegeprodukte oder nach dem Sonnenbad Pickelchen auf – sensible Haut hat viele Gesichter. Die Symptome können wie eine Art Sprache betrachtet werden, mit der deine empfindliche Haut dir sagen möchte, dass sie gerade ziemlich gestresst ist – und dass sie sich vielleicht eine mildere Pflege oder eine sanftere Beauty-Routine wünscht.

Vielleicht reagiert sie auch auf …

  • Umwelteinflüsse wie UV-Strahlung, Feinstaub
  • thermische Veränderungen, also Hitze oder Kälte
  • Inhaltsstoffe in Kosmetik- oder Haushaltsprodukten
  • mechanische Reize wie Peeling-Körner
  • Präparate zur Behandlung von Akne
  • Wirkstoffkosmetik
  • Stress, emotional belastende Ereignisse

Sensible Haut erkennen ist trotz der vielen unterschiedlichen Merkmale und Auslöser recht simpel. Da du deine Haut am besten kennst, wirst du ihre „Sprache“ sicherlich bereits kennen. Doch hast du auch bereits die richtige Antwort auf ihre Beschwerden gefunden? Versuchst du vielleicht, deine Hautprobleme mit noch mehr Pflege in den Griff zu bekommen und testest ständig neue viel versprechende Cremes für empfindliche Haut?

Kenne ich sehr gut! Häufig verschlechtert sich der Hautzustand durch übermäßige Pflege noch mehr. Apropos Hautzustand: sensible Haut ist kein Hauttyp. Viel mehr neigt empfindliche Haut dazu, schnell bestimmte Hautreaktionen zu entwickeln. Sensible Haut kann Veranlagung sein oder aber durch unpassende Hautpflege oder bestimmte Angewohnheiten entstehen.

2. Was tun bei sensibler Haut? 5 Tipps für Sensibelchen

Sollte deine Haut akut oder vielleicht bereits seit langer Zeit im Dauerstress sein, kannst du ihr ganz wunderbar dabei helfen, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Und wenn deine Haut vielleicht anlagebedingt schnell gereizt reagiert, kannst du sie mit einer angepassten Pflege-Routine, spezieller Hautpflege für sensible Haut und einigen Angewohnheiten super unterstützen, stabiler zu werden. Stabiler im Sinne von „nicht so schnell reizbar“. Quasi das daily Om für deine Haut! Los geht’s!

Tipp #1 Haut-Tagebuch führen

Verschaffe dir einen Überblick über mögliche Faktoren, auf die deine Haut empfindlich reagiert. Wenn du nicht sicher bist, was genau deine Haut so stresst, kann ein Haut-Tagebuch hilfreich sein. Notiere, was du gegessen hast, welche Pflege du verwendet hast und was du unternommen hast, sobald deine Haut gereizt reagiert.


Bedenke auch deine Emotionen: Belastet dich ein Ereignis gerade sehr und deine Haut leidet mit? Notiere es! Wenn du dein Haut-Tagebuch regelmäßig pflegst, steigen die Chancen, mögliche Auslöser aufzuspüren. Wenn du einen Verdacht hast, verzichte eine Weile auf die Pflege, Nahrungsmittel oder Aktivitäten, die du als potentielle Stressoren für deine Haut vermutest. Wenn du eine Verbesserung deines Hautzustandes feststellen kannst, bist du schon einen großen Schritt weiter.

Tipp #2 Kosmetik für sensible Haut verwenden

Häufig führt das Haut-Tagebuch direkt zum Badezimmerschrank oder Richtung Beauty-Case. Duftstoffe, Konservierungsmittel, Alkohole oder auch hoch dosierte Wirkstoffe wie Fruchtsäuren oder Retinol können sensible Haut aus dem Konzept bringen. Wer sensible Haut hat und Naturkosmetik verwendet, die Haut aber trotz der hochwertigen Bio-Hautpflege protestiert, sollte sich die INCI-Liste genau anschauen. Vielleicht beinhaltet die Creme für sensible Haut ätherische Öle oder andere Inhaltsstoffe wie Propolis, Lanolin oder Wollwachsalkohole, die allergische Reaktionen auslösen können.

Tendiert deine Haut zu Kontaktallergien? Dann sollte deine Hautpflege so rein und übersichtlich formuliert sein wie möglich. Bestenfalls weißt du genau auf welchen Stoff deine Haut reagierst und kannst dir die INCI-Liste, also die Inhaltsstoffe genau durchlesen. Wähle Kosmetik nach dem Motto „weniger ist mehr“. Unsere Produkte sind so formuliert und konzipiert, dass auch sensible Haut sie besonders gut vertragen kann, da wir auf potentiell reizende Inhaltsstoffe wie aggressive Tenside, Duftstoffe, künstliche Konservierungsstoffe oder austrocknende Alkohole verzichten.

So können auch Allergiker die meisten unserer Cremes, Seren und Co. verwenden. Sogar unsere Wirkstoffkosmetik, wie das Vitamin C Serum und unser Retinol Serum, ist durch unsere Entscheidung für Derivate so mild, dass sie auch von sehr vielen Menschen mit sensibler Haut vertragen wird. Hooray!

Tipp #3 Hautschutzbarriere stärken

Vielleicht bist du auf der Suche nach Pflege für sensible Haut auch schon einmal über die Begriffe Säureschutzmantel und Mikrobiom gestoßen. Vielleicht hilft dir dieser Blogbeitrag zu dem Thema dabei, der Ursache für deine sensible Haut auf den Grund zu gehen. Auch wir widmen uns nur allzu gerne im Blog dieser phänomenalen Superpower der Haut. Der Säureschutzmantel – auch Hydro-Lipid-Film genannt – liegt wie ein hauchzarter Film auf der Haut. Dieser Film besteht aus Wasser, Schweiß, Hautfetten und Hornzellsubstanzen. Die Hauptaufgabe des Säureschutzmantels ist es, den Körper vor Erregern aus der Umwelt zu schützen. Deshalb wird auch oft von der Hautschutzbarriere gesprochen. Zudem bewahrt ein intakter Schutzfilm die Haut vor Feuchtigkeits- und Fettverlust.

Kritische Angewohnheiten aber auch aggressive Kosmetikprodukte und Reinigungsmittel können der Hautschutzbarriere und der hauteigenen Bakterienflora (Mikrobiom) schaden. Dazu zählen:

  • zu heißes, langes und zu häufiges Baden und Duschen
  • Hautreinigungsprodukte mit stark entfettenden Tensiden
  • austrocknende Alkohole
  • mechanische Reize wie grobkörnige Peelings, raue Handtücher

Was sich empfindliche Haut wünscht? Sie möchte mit Samtpfötchen angefasst werden. Sprich: lieber kurz und lauwarm duschen, Reinigungsprodukte mit milden Tensiden, wie unser Reinigungsöl und Duschgel mit Tensiden auf Zuckerbasis verwenden und nur Achseln und Intimzone sparsam mit Duschgel reinigen, auf Produkte mit austrocknenden Alkoholen verzichten und besser zu milden Alternativen wie Bio-Rosenwasser greifen.

Mechanische Reize wie grobe Peelings oder starkes Schrubben der Haut mit Handtuch oder Gesichtsbürste gehören auch zur Kategorie „last season“. Bye, bye! Lieber Gesicht und Körper sanft mit dem Handtuch abtupfen. Wenn du zu Verhornungen und Mitessern neigst, versuche ein sanftes chemisches Peeling wie unser mildes AHA oder BHA Peeling. Aber vorsicht bei der Anwendung. Gerade bei sensibler Haut soltest du neue und besonders aktivere Wirkstoffe ganz lamgsam einschleichen. Zunächst 1-2 mal pro Woche, dann langsam höufiger, wenn deine Haut gut darauf reagiert. Sollte deine Haut streiken, verzichte besser auf Wirkstoffkosmetik. Unsere 5 ml Proben eignen sich perfekt für alle Zarthäutigen, die neue Hautpflege für empfindliche Haut erst einmal testen möchten.

Tipp #4 Welche Gesichtspflege für sensible Haut?

Du bist nicht sicher, wie deine neue Pflege-Routine für empfindliche Haut aussehen könnte? Dann freue ich mich, dich mit dieser Pflegeanleitung für sensible Haut vielleicht inspirieren zu können:

Am Morgen genügt es meist, das Gesicht nur mit lauwarmem Wasser zu waschen.

Sanft mit einem weichen Handtuch abtupfen. Verzichte auf parfümierte Weichspüler und greife lieber zu hypoallergenen Haushaltsprodukten ohne Parfum.

Schließe nun die Augen und sprühe etwas Rosenwasser auf Gesicht, Hals und Dekolleté. Genieße den Moment, den herrlichen Rosenduft und das belebende Gefühl auf der Haut. Alternativ kannst du auch das erfrischende Aloe vera Spray verwenden. Es lindert Rötungen, wirkt entzündungshemmend und ist eine sanfte Waffe gegen akute Irritationen.

Verwende eine Creme für sensible Haut, zum Beispiel unsere Hyaluron Tagescreme. Ist deine Haut sehr trocken, kannst du auch ein paar Tropfen Öl beimischen, zum Beispiel unser hautberuhigendes Hagebuttenkernöl.

Im Sommer oder wenn die Haut gerade irritiert ist, kannst du auch unser Aloe vera Gel verwenden und es bei Bedarf anreichern, vielleicht mit unserem Squalan aus portugiesischen Oliven. Es stärkt die Hautschutzbarriere und hilft, die Haut vor Feuchtigkeitsverlust zu schützen.

Am Abend reinigst du dein Gesicht mit unserem milden Reinigungsöl, das für jeden Hauttyp geeignet ist – sogar für unreine Haut. Wieder sanft abtupfen und Rosenwasser oder Aloe Vera Spray aufsprühen.

Trage nun bei Bedarf ein Serum auf. Da sensible Haut oft durch den gestörten Säureschutzmantel feuchtigkeitsarm ist, eignet sich beispielsweise unser Hyaluron Konzentrat ganz wunderbar, um empfindlicher Haut einen Feuchtigkeits-Boost zu schenken. Nun folgt die Hyaluron Nachtcreme. Hals und Dekolleté nicht vergessen!

Tipp #5 Entspannung für sensible Haut und Geist

Was deiner Haut zusetzen kann und wie du sie ganz sanft zurück ins Gleichgewicht pflegen kannst, haben wir bereits besprochen. Doch wie sieht es mit deinen täglichen Angewohnheiten aus? Startest du vielleicht schon unter Zeitdruck in den Tag, bist ständig eingespannt, erledigst viele Dinge parallel und das Smartphone ist rund um die Uhr dein Begleiter?

Dann könnte es dir gut tun, mehr Struktur und Ruhepausen in deinen Alltag zu bringen, um dein auf Dauer ungesund hohes Stress-Level zu senken. Eine gesunde Morgenroutine – vielleicht mit einer kurzen Meditation, bewusstem Atmen oder Yoga – kann dafür sorgen, dass du tagsüber nicht mehr so leicht aus der Ruhe zu bringen bist und du mehr bei dir bleibst, wenn es im Außen hektisch zugeht. Eine gute alte To-Do-Liste ist eine prima Hilfe, wenn du ein Multitasking-Genie bist, doch das viele parallel arbeiten stresst. Vergiss nicht, auf der Liste feste Auszeiten einzuplanen – auch vom Smartphone.

Denn: Stressige Phasen sind normal, klar. Wichtig ist, dass du dich auch ausreichend entspannst, nachdem du angespannt warst, damit dein fantastischer Organismus stressreduzierende Hormone ausschütten kann und du wieder in deine Mitte findest. Was das mit deiner Haut zu tun hat? Eine ganze Menge, denn Körper und Geist sind nicht zwei getrennt agierende Komponenten. Denke einfach an den nervigen Stresspickel, der gerne während Prüfungsphase auftaucht oder an die Magenschmerzen, die vielleicht du verspürst, wenn dich etwas stresst oder ärgert.

Auch die Haut reagiert auf Stress. Je nach Veranlagung mal mehr, mal weniger. Sensible Haut kann mit nervösen Flecken, trockenen Stellen oder einer gestörten Schutzbarriere auf Stress antworten. Es lohnt sich, eine gute Verbindung zu deiner Intuition und deinen Emotionen aufzubauen. Vielleicht hilft dir Achtsamkeitstraining, Yoga oder eine andere Form der Selfcare dabei, dich und deine Bedürfnisse besser wahrzunehmen. So kannst du Stressfaktoren schneller erkennen und deinem Umgang mit ihnen ein Update geben.

3. Fazit – sensible Haut erkennen und verstehen lernen

Ja, sensible Haut kann ganz schön nerven, da kann ich allen von der eigenen Haut manchmal Genervten voll und ganz zustimmen. Ich hatte mich vor einigen Jahren nur wegen des tollen Swimming Pools in einem teuren Fitnessstudio angemeldet, weil ich lieber im Wasser turne als im Gym zu schwitzen. Leider musste ich schon nach der ersten Stunde meine Aquarobic-Karriere an den Nagel hängen, weil meine Haut allergisch auf das Chlorwasser reagierte. Den Pool zu verlassen war der mit größte Walk of Shame, denn alle starrten irritiert auf meine von roten Flecken und Quaddeln geschmückte Haut. Und auch meine geschwollenen Augen.

Heute lache ich über die Aktion – auch, weil ich meine Haut mit all ihren Macken und Reaktionen zu schätzen und lieben gelernt habe. Immerhin beschützt das größte Organ unseres Körpers uns rund um die Uhr. Und deshalb sollten wir unsere Haut feiern, sie hegen und pflegen und lernen, sensible Haut zu erkennen und auf ihre Bedürfnisse zu achten.

Vielleicht hilft dir ein ganzheitliches Hautpflegeprogramm mit sanften Kosmetikprodukten, einer ausgewogenen Ernährung für ein intaktes Darm-Mikrobiom, ausreichend Ruhe nach fordernden Phase und einem guten Stress-Management. Und natürlich mit ganz viel Liebe und Respekt deiner empfindlichen Haut gegenüber.

Und wenn sie mal wieder austickt, dann kannst du dir zum Beispiel vorstellen, dass deine Haut sich nicht anders äußern kann. Ähnlich wie ein Baby, das nur weinen kann, wenn es sich mitteilen möchte. Oder ein Hundewelpe, der jault, wenn ihm etwas nicht passt oder es ihm nicht gut geht. Auch sensible Haut spricht zu dir, wenn es ihr nicht gut geht – einfach auf ihre persönliche Art und Weise. Und die Merkmale empfindlicher Haut sind halt so einzigartig wie du es auch bist. Irgendwie doch auch schön, oder?


Hinterlasse einen Kommentar

Bitte beachte, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen