Ohne Mehrweg kein Glas - Unser Recycling-Programm

Ohne Mehrweg kein Glas - Unser Recycling-Programm

Der Vergleich von Glas und Plastik, ist ein absolutes Muss-Thema, wenn es um Nachhaltigkeit geht. Denn, wenn du dich mit “Zero Waste” beschäftigst und deinen Alltag nachhaltiger gestalten möchtest, dann kommst du um die Gegenüberstellung von Glas und Plastik nicht herum. 

Und die Absicht weniger Müll, insbesondere weniger Plastikmüll, zu produzieren schreit nach einer Alternative! 

Für unsere Zwecke ist das Glas! 

Unser CEO Benedikt hat dafür folgende Worte: 

"Wir sind davon überzeugt, dass für unsere Kosmetik Glas die beste und nachhaltigste Verpackung ist. Wir können dadurch zusätzlichen Plastikmüll vermeiden und insbesondere die Gefahr von Mikroplastik in unserer Umwelt reduzieren. Eines meiner Herzensprojekte ist unser Glasreyclingprogramm, was wir versuchen immer weiter auszubauen."

Also nicht nur, dass Glasbehälter schön anzusehen sind, sie bringen auch eine Menge weiterer, toller Vorteile mit sich. Sie schützen den Inhalt vor Sauerstoff Einwirkung und in der entsprechenden Färbung (Braunglas, Grünglas etc.) auch vor UV-Licht. Es gibt keine Weichmacher und Stoffpartikel an die Produkte ab und es lässt sich super gut reinigen und somit immer wiederverwenden. Wie du sehen wirst, Glasrecycling ist hier der wahre Schlüssel.  

Denn wie wir wissen, ist nicht alles was glänzt auch wirklich toll und deswegen haben wir kritisch hinterfragt: Ist Glas wirklich umweltfreundlicher als Plastik und Kunststoff? 

Würde die Antwort lauten: “Ja klar, Glas ist immer um Längen besser als Plastik!” Dann wäre ich hiermit am Ende des Artikels angelangt. Doch so einfach ist es leider nicht. 

Natürlich gibt es auch noch weitere Alternativen! Dose, PET, Karton etc.. Und Gott sei Dank wird auch immer weiter an neuen Möglichkeiten getüftelt. Biologisches Plastik, flüssiges Holz und viele mehr. Aber hier ist auch noch Luft nach oben. 

Denn auch wenn das alles sehr vielversprechend klingt, gibt es doch auch häufig eine Kehrseite. Werden beispielsweise pflanzliche Rohstoffe verwendet, dann verbrauchen diese wiederum Fläche auf denen eigentlich Nahrungsmittel angebaut werden könnten und und und. Wie du siehst alles nicht so einfach und vor allem nicht schwarz oder weiß.  

Schauen wir uns doch einmal an wie Glas und Plastik hergestellt werden und wie es allgemein mit der Ökobilanz aussieht. 

Herstellung von Glas und Plastik

Wie wird Glas hergestellt 

Ressourcen: Für die Produktion von Glas wird Sand benötigt. Genauer gesagt Kalk-Natron-Kieselerde. Diese spezielle Art von Sand ist in Flussbetten und Meeresböden zu finden (also kein Wüstensand). Auch hier, wie überall, wenn wir uns bei Mutter Erde bedienen, gibt es keinen endlosen Vorrat dieses Rohstoffs. Wir Menschen verbrauchen ihn viel schneller, als unser geliebter Planet ihn wieder auffüllen kann. Das ist allerdings keine Neuigkeit. 

Eine Kurzfassung der Produktion: Um Glas nun herzustellen, muss eben dieser spezielle Sand erhitzt werden, damit er geformt werden kann. Anschließend wird er gewaschen und sterilisiert, bis er letzten Endes, in der gewünschten Form befüllt und verkauft werden kann. 

Wie wird Plastik hergestellt 

Ressourcen: Die meisten Kunststoffe (mit Ausnahme von biobasierten Kunststoff) entstehen aus Erdöl. Wie wir alle wissen, handelt es sich hierbei um eine nicht erneuerbare Ressource, die uns in einigen Jahren ausgehen wird. Das Bohren nach Öl verursacht viele Probleme wie die Zerstörung von Ökosystemen und Meereslebewesen.

Herstellung: Das Rohöl muss gespalten werden. D.h. die größeren Polymere (Moleküle) werden in kürzere aufgebrochen, damit verschiedene Arten von Kunststoffen hergestellt werden können (dies ist die sehr kurze Version der Herstellung von Kunststoffen).

Beide Prozesse benötigen Energie und produzieren CO2! In diesem Fall schneidet Plastik sogar besser ab. Aber der Vergleich ist hier noch nicht vorbei. 

Betrachten wir also den gesamten Kreislauf, den die Verpackung im Laufe ihres Lebens durchmacht, dann zeigt die Ökobilanz der verschiedenen Materialien, dass “regional” im Zusammenhang mit “Mehrweg”, mit Abstand der beste Weg ist. Dadurch, dass Plastik leichter ist, hat es hier dem Glas gegenüber einen Vorteil. (Quelle)

Um die Transportwege so gering wie möglich zu halten und um regional zu bleiben, beziehen wir unsere Glasflaschen aus dem süddeutschen Raum, um genauer zu sein aus Baden-Württemberg in der Region Stuttgart. Und für das Thema “Mehrweg” haben wir ein Recycling-Programm ins Leben gerufen! Denn ohne Mehrweg kein Glas! 

Hier findest du auch noch weitere Antworten, auf Fragen rund um Glas als Verpackungsmaterial. 

Recycling von Glas und Plastik

Schauen wir weiter. Geht es beispielsweise um das Recyclingverhalten von Glas und Plastik, hat Glas eindeutig die Nase vorn. Es ist unendlich oft wiederverwendbar. Es kann beliebig oft neu eingeschmolzen und neu verarbeitet werden. (Quelle)

Das können wir von Plastik leider nicht sagen. Denn das verliert bei jedem Schmelzvorgang an Qualität. Die enthaltenen Polymere werden immer kürzer und kürzer. So hat Plastik nach einigen Recycling-Vorgängen trotzdem sein Ende erreicht. 

Und was passiert dann? 

Plastik schien eine lange Zeit, die absolute Lösung für jedes Verpackungsproblem zu sein. Das Ausmaß wurde uns viel zu spät bewusst. Beziehungsweise fehlt vielen von uns das Bewusstsein immer noch an den richtigen Stellen! 

Plastik wird nicht abgebaut, es zersetzt sich lediglich in hunderten von Jahren zu winzigen kleinen Teilchen. Dem Mikroplastik. Und so überschwemmt es unsere Meere. 80 % des Mülls im Meer ist Plastik und wieder 80% davon ist Mikroplastik. Was viele nicht wissen auch unsere Binnengewässer und Böden sind voll mit Mikroplastik. Hier ist der Anteil zum Teil sogar 23 mal so hoch wie im Meer. (Quelle) Es ist da, auch wenn wir es nicht sehen. Zum Thema Mikroplastik hat unsere liebe Romy auch schon eine  Podcastfolge #13 aufgenommen.

Gerne kann ich aber auch hierzu nochmal einen ausführlichen Blogbeitrag schreiben! 

Warum wir Glas verwenden

Also mag Plastik vielleicht während seiner Lebensdauer und Herstellung einen kleineren ökologischen Fußabdruck hinterlassen, aber der Rattenschwanz an Problemen, die es im Nachhinein verursacht, ist lang. Ganz zu schweigen von dem Ausstoß an Schlacken und Giftstoffen, bei seiner Verbrennung. 

  • Plastikverschmutzung der Erde
  • Mikroplastik
  • Weichmacher 
  • Rückstände in den Produkten 
  • Entsorgung 
  • Recyclingmöglichkeiten

Das alles, zusammen mit unserem Recycling-Programm, sind die Gründe dafür, warum Glasverpackung für uns die bessere und umweltfreundlichere Wahl ist. 

Wenn du mehr Zahlen und Fakten zu diesem Thema suchst, dann schau dir diesen Artikel an. Hier findest du eine gute Zusammenfassung.

Junglück-Recycling-Programm

Schick also einfach deine junglück-Produkte (10 große Flaschen minimum) an uns zurück. Wir reinigen die Flaschen und befüllen sie immer und immer wieder. Das ist eben das Tolle an Glas. 

Seit Januar 2019 gibt es sogar ein Verpackungsgesetz mit erweiterter Pfandpflicht. Hierbei handelt es sich zwar mehr um einen Versuch, mehr Plastik in den Recyclingkreislauf zurückzuführen und den Plastikverbrauch von vornherein zu vermeiden, aber wir stehen erst am Anfang. Eine Lösung ist das noch lange nicht. 

Was du tun kannst!

Wichtig ist hier neben den offensichtlichen Dingen wie 

  • weniger konsumieren 
  • Plastikverpackungen vermeiden oder sie häufiger wiederverwenden 
  • immer eine eigene Einkaufstasche dabei haben
  • Wasser aus der Leitung oder Mehrweg-Glasflaschen 
  • u.v.m 

vor allem, dass du dich informierst. Je mehr du über das Thema weißt, desto geschärfter ist deine Aufmerksamkeit diesem globalen Problem gegenüber. 

Kleine Schritte in die richtige Richtung

Ich möchte aber auch, dass du dir bewusst machst, dass jeder kleine Schritt schon einer in die richtige Richtung ist. Manchmal erscheint ein plastikfreies Leben fast unmöglich! Besonders in unserer heutigen Zeit. Mir geht es zumindest so. Vermeintliche Einschränkungen und viel Energie die dafür drauf geht. 

Aber ich bin der Meinung, dass jede einzelne Entscheidung zählt, auch wenn sie noch so klein ist. Fang einfach langsam damit an, indem du dich mit dem Thema beschäftigst. Bei den ersten kleinen Kaufentscheidungen das Thema Plastik im Hinterkopf behältst. 

Denn, bevor du glaubst der perfekte “Recycler” und “Zero Wasteler” sein zu müssen, hält dich das vielleicht davon ab überhaupt erst anzufangen! Also, es ist vollkommen okay. Baby Steps. 

Vielleicht magst du ja im Bad anfangen und einfach einmal nachsehen, wie viele Plastikverpackungen da so rumstehen? Unsere junglück-Flaschen sind nicht nur plastik reduziert, sie schauen auch super schön aus! Ein guter Start in ein plastikfreies Leben, der auch noch Spaß macht! :) 

Hier kommst du zu unseren Produkten. >>

Nimm dir Zeit für dich & sei gut zu dir!  

Deine Leonie