Wonach duften die Junglück-Produkte?

Wonach duften die Junglück-Produkte?

Wir werden sehr häufig danach gefragt: Wonach riecht denn eure Creme, das Serum, das Gel? In den meisten Fällen lautet die Antwort “neutral”. 

Doch was heißt das genau und wieso ist das überhaupt so? In diesem Blogartikel möchte ich kurz unser Wissen zu synthetischen und natürlichen Duftstoffen zusammenfassen und dir erklären, warum wir bei Junglück lieber darauf verzichten! 


In diesem Beitrag erfährst du 

  • Was Duftstoffe mit unserem Körper machen
  • Wie sich eine Duftstoffallergie äußert
  • Warum wir auf synthetische Duftstoffe verzichten 
  • Was es mit den ätherischen Ölen auf sich hat

Angenehme Düfte sind etwas ganz Tolles! Sie verleihen uns ein Gefühl des Wohlbefindens, der Frische und Reinheit. Gerüche können in uns Erinnerungen hervorrufen und uns zuhause fühlen lassen. Schon seit bestehen der Menschheit, beschäftigen wir uns damit, wie wir Düfte der Natur einfangen und für uns nutzen können. Früher waren Parfums ein Luxusgut und ein Zeichen für Wohlstand. Es wurden Öle und Wässerchen aus Blüten, Wurzeln, Blättern, Kräutern und Gewürzen (Moschus, Zimt, etc.) hergestellt und immer weiter entwickelt.  

Heute sind wir so weit, dass wir bis zu 3000 verschiedene Duftstoffe synthetisch herstellen können! Daraus entstehen Parfums, Raumdüfte, Düfte für Kosmetika, Reinigungsmittel und viele mehr. 

Was machen Duftstoffe mit unserem Körper?

Wir sind umgeben von einer riesigen Wolke an verschiedenen Gerüchen. Das können künstliche Düfte sein, aber auch alles um uns herum gibt Duftstoffe ab. Sei es die Natur, Materialien und Menschen. 

Besonders Tiere, Menschen und auch Pflanzen nutzen beispielsweise natürliche Duftstoffe für ihre Kommunikation. Diese sog. Pheromone dienen als Boten- und Lockstoffe und werden unbewusst wahrgenommen. Dieses unbewusste Riechen kann uns mehr beeinflussen als wir vermuten würden. 

Nicht umsonst gibt es das Sprichwort “Den/Die kann ich gut riechen!”. Pheromone haben jedoch gar nicht mal so viel mit dem individuellen Körpergeruch zutun. Nein, sie sind so unterschwellig, dass wir sie wie gesagt gar nicht wirklich wahrnehmen. Zwischenmenschlich passiert also sehr viel mehr, als wir steuern können.  

Doch ohne jetzt großartig weiter in dieses Thema abzuschweifen, stellt sich hier eher die Frage, was denn die synthetischen Duftstoffe mit unserem Körper machen. 

Nachdem wir mittlerweile immer mehr, ja regelrecht überflutet werden mit Duftstoffen und parfümierten Pflegeprodukten, kommt es immer häufiger zu Irritationen der Haut und immer mehr Menschen entwickeln eine Allergien gegen genau diese Stoffe. 

Wie äußert sich eine Duftstoffallergie? 

Neben Nickel, ist die Duftstoffallergie sogar die zweithäufigste Kontaktallergie der heutigen Zeit. In Deutschland sind das 10 - 15 % der Bevölkerung. Gar nicht mal so wenige. Das liegt unter anderem daran, dass wir den Duftstoffen im Übermaß ausgesetzt sind. 

Die Allergie kann sich in einem Kontaktekzem (Rötungen, Schwellungen, Bläschen und Schuppung) äußern, aber auch Symptome wie Übelkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und Erschöpfung hervorrufen. 

Deswegen findest du bei uns keine synthetischen Duftstoffe 

Uns ist es wichtig, dass unsere Pflege besonders verträglich ist und nichts enthält, was die Haut nicht braucht. Und ja, Duftstoffe können uns ein schönes Gefühl geben und haben auch aus der Erfahrungsmedizin häufig auch positive Eigenschaften auf unser Gemüt und unser Wohlbefinden, aber die Haut pflegen tun sie nicht. Vor allem nicht die synthetischen Duftstoffe. Das bedeutet sie haben für unsere Produkte keinen Mehrwert und aus diesem Grund wirst du sie bei uns auch nicht finden. 

Du erkennst die rein synthetischen Duftstoffe an folgenden INCIs: 

  • Amylcinnamal
  • Hydroxycitronellal
  • Amylcinnamylalkohol
  • 4-(4-Hydroxy-4-methylpentyl)-3-cyclohexencarboxaldehyd 1)
  • 2-(4-tert-Butylbenzyl)propionaldehyd 
  • Hexylzimtaldehyd
  • Methylheptin-carbonat(2-Octinsäure-methylester)
  • 3-Methyl-4-(2,6,6-trimethyl-2-cyclohexen-1-yl)-3-buten-2-on

Diese kommen so nicht in der Natur vor. 

Ja, es gibt auch reizarme Beduftung 

Aber klar, der Fairness Halber, gibt es natürlich auch Produkte in denen du beispielsweise, nur an letzter Stelle der Inhaltsstoffliste, die INCIs  “Parfum”, „Fragrance“, „Aroma“ oder „Flavour“ findest. Hierbei handelt es sich in der Regel um eine eher reizarme Mischungen an Duftstoffen in sehr geringer Konzentration. Denn laut der Kosmetik Verordnung, müssen die einzelnen Bestandteile eines Duftstoff-Gemisches, erst ab einer Konzentration von 0,001%, bei Produkten die auf der Haut bleiben (Cremes)  und von 0,01% in abwaschbaren Produkten einzeln deklariert werden. (1)

Doch das ist nicht alles, denn neben dem Reizpotenzial, können sich diese Duftstoffe auch in der Natur und sogar in unserem Körper anreichern. Sie sind zum Teil schwer biologisch abbaubar und haben so neben den Nachteilen für die Haut, auch negative Einflüsse für unseren gesamten Organismus und unsere Umwelt.  

Was hat es mit den ätherischen Ölen auf sich? 

Doch nicht nur synthetische Duftstoffe haben ihre Tücken, auch pflanzliche Alternativen können durchaus die Haut irritieren und ebenfalls Allergien hervorrufen. 

Die sogenannten ätherischen Öle haben jedoch nebenbei auch noch einige nützliche Eigenschaften. Viele von ihnen wirken antibakteriell, antimykotisch und antiviral. Sie können Kopfschmerzen lindern und werden bei vielen anderen Beschwerden eingesetzt. 

Wichtig ist hier also auch zu wissen, ob du die ätherischen Öle verträgst. Wenn ja, dann können sie in einem Pflegeprodukt durchaus einen Mehrwert bieten. Das ist das Entscheidende für uns und auch der Grund dafür, warum wir in ausgewählten Produkten doch auch mal zu einem ätherischen Öl greifen.  

Das beste Beispiel hierfür ist unser Deo. Denn dort machen wir uns die antibakterielle Wirkung des Salbeiöls zunutze. Es hilft dabei, die geruchsbildenden Bakterien zu reduzieren und sorgt somit für langanhaltende Frische. Hier macht ein ätherisches Öl also für uns Sinn! 

Laut der Kosmetikverordnung müssen insgesamt 26 Stoffe in der Inhaltsstoffliste genannt werden, da sie ein allergisierendes Potential haben. (1)

Ob synthetisch oder natürlich, auf die folgenden INCIs solltest du achten und für dich selbst entscheiden. Kommt deine Haut mit Duftstoffen zurecht? 

 

Für mich ist es einfach wichtig, dass du bewusster ins Regal greifst und dir darüber bewusst bist, was du an deine Haut lässt. 

Jetzt weißt du auch wieso unsere Produkte unbeduftet sind und warum wir sie als “neutral” bezeichnen. Sie riechen lediglich angenehm und dezent nach den Cremegrundlagen und Inhaltsstoffen. 

Natürlich spricht gegen einen schönen Duft hier und da, absolut nichts und ich denke, wenn wir behutsam damit umgehen und unsere Haut beobachten und sehen was uns gut tut, dann kommen wir immer mehr zu der Achtsamkeit, die unser Körper verdient hat. 


Nimm dir Zeit für dich & sei gut zu dir!  

Deine Leonie 


Quelle: 

(1) Kosmetikverordnung (EG) Nr. 1223/2009 (Artikel 19)