Die Flasche Schwangerschaftsöl steht vor einem beigen Hintergrund dekoriert mit Weizenhalmen.

Dehnungsstreifen – Entstehung, Vorbeugung und Pflege

So, auch heute möchte ich mal wieder ein Thema zur Sprache bringen, das wohl sehr viele von uns betrifft und mal mehr mal weniger stark beschäftigt. Die guten alten Dehnungsstreifen!

Sie entstehen häufig während einer Schwangerschaft an Bauch, Po, Hüfte oder Brust. Die sogenannten Schwangerschaftsstreifen treten bei 70 bis 90 Prozent der werdenden Mütter auf. Doch auch in der Pubertät oder bei starker Gewichtszunahme können die häufig zunächst rötlichen und mit der Zeit blasser werdenden Risse in der Unterhaut entstehen, etwa an den Oberschenkeln, an den Oberarmen oder am Rücken.

Da vermutlich fast jeder von uns an der ein oder anderen Stelle diese Dehnungsstreifen hat, möchte ich dir heute ihre Entstehung erklären und vor allem möchte ich dir Tipps geben, wie du sie am besten vorbeugen und pflegen kannst. 

  1. Ein Blick unter die Haut – Bindegewebe und Lederhaut
  2. Wenn die Haut reißt und Dehnungsstreifen entstehen
  3. Schwangerschaftsstreifen – der weibliche Körper im Wandel
  4. Dehnungsstreifen vorbeugen – 6 Tipps für ein straffes Bindegewebe
  5. Pflege von Dehnungsstreifen – werde ich sie wieder los?
  6. Öl-Massage gegen Schwangerschaftsstreifen
  7. Sag ja zu dir und deiner individuellen Schönheit

Zwar sind Dehnungsstreifen harmlos, doch seien wir mal ehrlich – so richtig freuen tun wir uns darüber meist nicht. Vor allem dann nicht, wenn wir selbst davon betroffen sind. Denn was uns an anderen kaum auffällt und erst recht nicht als negativ empfunden wird, kann uns auf der eigenen Haut doch ganz schön zusetzen. Und so versuchen viele, ihre Dehnungsstreifen zu kaschieren. 

Badeanzug statt Bikini, Camouflage zum Abdecken – wer kennt’s? Aber hey: die Streifen sind ein Teil von dir. Und auch wenn du sie nicht gleich heiß und innig lieben musst, kannst du dich vielleicht eines Tages mit ihnen anfreunden. Denn eigentlich machen Dehnungsstreifen nur sichtbar, dass wir am Leben sind und was für ein Wunder der Körper ist. Was er alles wegstecken kann und was wir alles mit ihm erlebt haben.

Für die Entstehung von Dehnungsstreifen gibt es verschiedene Gründe:

  • eine Bindegewebsschwäche
  • körperliche Veränderungen während der Schwangerschaft
  • Wachstumsschübe in der Pubertät
  • rasche Gewichtszunahme
  • extremer Muskelaufbau
  • die Einnahme von bestimmten Medikamenten
  • Krankheiten wie das Cushing-Syndrom

1. Ein Blick unter die Haut – Bindegewebe und Lederhaut

Dehnungsstreifen treten also dort auf, wo die Haut bei körperlichen Veränderungen stark gedehnt wird. Meist sind sie an Bauch, Brust, Po, Oberschenkeln, Hüfte oder auch am Rücken oder an den Oberarmen sichtbar. Frauen sind überwiegend von Dehnungsstreifen – oder Schwangerschaftsstreifen – betroffen, aber auch Männer können Dehnungsstreifen bekommen. 

Doch warum entstehen sie an den genannten Körperpartien und weshalb sind einige Menschen anfälliger als andere? Um zu verstehen, worum es sich bei Dehnungs- und Schwangerschaftsstreifen handelt und wie sie sich bilden, müssen wir uns die Haut genauer ansehen. 

Zur Wiederholung: Grob eingeteilt besteht die Haut aus 3 Schichten. Ober-, Leder- und Unterhaut. Die Unterhaut bildet die unterste der drei Hautschichten. Sie besteht überwiegend aus lockerem Bindegewebe und Fettgewebe und ist mit Nerven und Blutgefäßen durchzogen. Kollagenfasern verbinden sie mit der über ihr liegenden Lederhaut und den unter ihr liegenden Strukturen im Körper.

Die zweite Schicht bildet die Lederhaut. In dieser Hautschicht befinden sich Blutgefäße, Nerven, Haarfollikel, Talg- und Schweißdrüsen. Über die vielen kleinen Blutgefäße versorgt die Lederhaut die gefäßlose Oberhaut mit Nährstoffen. Die an die Unterhaut angrenzende Schicht der Lederhaut bildet ein Netz aus straffen Kollagen- und flexiblen Elastinfasern. Dieses Fasergeflecht sorgt für die Festigkeit und für die, wie der Name schon verrät, Elastizität der Haut. Durch das Gerüst aus Fasern ist die Lederhaut einerseits fest und stabil, gleichzeitig aber auch verformbar. 

2. Wenn die Haut reißt und Dehnungsstreifen entstehen

Wird die Haut innerhalb von kurzer Zeit stark gedehnt, kann das Bindegewebe in der Lederhaut reißen. Durch diese Risse zeigt sich das gut durchblutete Gewebe der Unterhaut. Frische Dehnungs- oder Schwangerschaftsstreifen schimmern deshalb meist rötlich oder violett durch die Haut. Mit der Zeit verblassen die Streifen, da die gerissenen Stellen im Bindegewebe vernarben. Aus diesem Grund können besonders ausgeprägte Dehnungsstreifen zuweilen auch tastbar sein. 

Bei Bodybuildern entstehen Dehnungsstreifen häufig dort, wo besonders schnell und viel Muskelmasse aufgebaut wird, etwa am Bizeps oder an der Brust. Bei rascher Gewichtszunahme oder wenn Teenager im wahrsten Sinne des Wortes im Eiltempo in die Höhe schießen, kann es ebenfalls zu Rissen im Bindegewebe kommen. Eine genetisch bedingte Schwäche des Bindegewebes begünstigt die Entstehung der Streifen. 

3. Schwangerschaftsstreifen – der weibliche Körper im Wandel

Schwangere sind nicht nur aufgrund des verhältnismäßig schnell wachsenden Babybauchs besonders häufig betroffen. Während das Baby im Mutterleib heranwächst, verwandelt sich der Körper nicht nur optisch. Hormonelle Veränderungen führen in dieser einzigartigen Zeit zu einem veränderten Bindegewebe. Und auch dabei hat sich Mutter Natur etwas gedacht.

Weil die Bauchdecke sich dem heranwachsenden Baby anpassen muss, wird das Bindegewebe lockerer. Wassereinlagerungen und Gewichtszunahme sorgen für eine zusätzliche Dehnung der Haut von werdenden Müttern. Bei einigen Frauen entstehen Schwangerschaftsstreifen am Bauch erst durch die Verlagerung des Kindes bei der Geburt.

Und weil sich auch die weibliche Brust jetzt ganz auf die baldige Geburt des Babys und aufs Stillen einstellt, wird sie schon während der Schwangerschaft deutlich größer. So kann es neben Schwangerschaftsstreifen an Bauch, Beinen oder Hüfte auch zu Dehnungsstreifen an der Brust kommen. 

4. Kann ich Dehnungsstreifen vorbeugen?

Wie bereits erwähnt, spielen bei der Entstehung von Dehnungsstreifen und Schwangerschaftsstreifen mehrere Faktoren, wie Veranlagung und rasche Veränderungen mit rein. Einen 100 prozentigen Schutz vor den Rissen im Bindegewebe gibt es deshalb leider nicht. Aber du kannst deine Haut unterstützen und durch gesunde Rituale das Bindegewebe straffen.

6 Tipps für ein straffes Bindegewebe:

  1. Achte darauf, ausreichend zu trinken. Ideal ist stilles Wasser oder auch ungesüßter Tee. Es dürfen ruhig zwei bis drei Liter sein, die du über den Tag verteilt zu dir nimmst. Viel trinken hält nicht nur den Geist fit, auch die Elastizität deiner Haut profitiert von der gesunden Erfrischung.
  2. Bewegung und Sport stärken die Muskulatur und kurbeln die Durchblutung an. So wird die Haut besser mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt und Stoffwechselprodukte rascher abtransportiert. Auch sanfte Schwangerschaftsgymnastik und entspannte Yoga-Übungen unterstützen deinen Körper und straffen das Bindegewebe.

  3. Ein BH – vor allem beim Sport – kann durch seine stützende Wirkung Dehnungsstreifen am Busen vorbeugen.

  4. Wechselduschen fördern ebenfalls die Durchblutung. Sie können das Bindegewebe straffen und Dehnungsstreifen vorbeugen. Achte darauf, die Wechseldusche mit kaltem Wasser zu beenden.

  5. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung versorgt deine Zellen mit wichtigen Nährstoffen und beugt Übergewicht vor. So tust du nicht nur deiner Gesundheit etwas Gutes, auch Dehnungsstreifen durch Gewichtszunahme können so minimiert oder sogar verhindert werden. 

  6. Durchblutungsfördernde Massagen wie sanfte Zupfmassagen, trockene Bürstenmassagen oder entspannende Öl-Massage sorgen für eine bessere Durchblutung der Haut. Regelmäßige Pflege mit speziellen Produkten wie unserem Schwangerschaftsöl wirkt sich positiv auf den Hautzustand und das Hautbild aus.

5. Pflege von Dehnungsstreifen – werde ich sie wieder los?

Verschreibungspflichtige Retinoide, tief in die untere Hautschicht gehende chemische Peelings oder Laserbehandlungen können Dehnungsstreifen lindern. Allerdings kommen diese kostspieligen und nicht nebenwirkungsfreien Behandlungen für Schwangere nicht in Frage. Auch in der Stillzeit sollte die Behandlung von Schwangerschaftsstreifen mit einer der erwähnten Optionen vorher unbedingt ärztlich abgesegnet werden.

Unbedenklich hingegen ist die Pflege der Haut mit sanften Kosmetikprodukten. Zwar können Dehnungsstreifen am Bauch oder an anderen Körperstellen nicht einfach weggecremt werden, denn auch die besten Cremes, Seren und Öle können die Unterhaut nicht erneuern. Gezielte Pflege kann aber dazu beitragen, die Haut geschmeidiger, elastischer und widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse zu machen und somit das Entstehen neuer Streifen vorbeugen. 

Wir haben das Junglück Schwangerschaftsöl entwickelt, um deiner Haut in der wohl besondersten Zeit deines Lebens genau das zu geben, was sie jetzt benötigt: Eine verwöhnende, nährende und schützende Pflege, die du ganz bedenkenlos während oder nach der Schwangerschaft verwenden kannst.

Das Schwangerschaftsöl ist reich an Öl- und Linolsäure und verbessert die Elastizität und natürliche Schutzbarriere der Haut dank wertvollem Mandelöl, Jojobaöl, Weizenkeimöl und Nachtkerzenöl aus kontrolliert biologischem Anbau. Das natürliche Antioxidans Vitamin E schützt die Haut zusätzlich noch vor freien Radikalen und somit vor Schäden. 

Bio-Ringelblumenextrakt lässt kleinere Wunden und Entzündungen schneller abklingen und unterstützt die natürliche Regeneration der Haut und verleiht ihr zusätzlich Spannkraft. Unser rein pflanzliches Schwangerschaftsöl ist super mild und eignet sich für alle Hauttypen. Es ist frei von Konservierungs- und Duftstoffen. So kannst du es ganz entspannt täglich verwenden – übrigens auch, wenn du nicht schwanger oder Mama bist. 

6. Öl-Massage gegen Schwangerschaftsstreifen

Für eine wunderbar wohltuende Massage zur Pflege von Schwangerschaftsstreifen, gib ein paar Tropfen des Schwangerschaftsöls in die Handflächen, wärme es etwas an und massiere es dann in sanft kreisenden Bewegungen in die Haut ein. Schenke den Hautpartien besondere Aufmerksamkeit, die durch die Schwangerschaft besonders stark gedehnt werden. Achte stets darauf, keinen Druck auszuüben.

Solltest du ein Baby erwarten, raten wir dir deine Haut schon zu Beginn der Schwangerschaft mit dem pflegenden Schwangerschaftsöl zu verwöhnen. Übrigens ist die Massage gegen Dehnungsstreifen in der Schwangerschaft auch eine wundervolle Weise, um eine tiefe Verbindung mit deinem Baby herzustellen. Me time mit dem Mini-me sozusagen.

Die entspannte Stimmung und emotionale Nähe wirkt sich auch positiv auf das Ungeborene aus, denn bereits im Mutterleib bekommen Babies einiges mit. Über die Nabelschnur werden Hormone an das Kind weitergegeben. Steigt bei der Mutter das Stress-Level, wird mehr Cortisol ausgeschüttet und an das Baby weitergegeben. Umgekehrt wirkt sich auch ein Entspannungszustand unmittelbar auf den Zwerg aus. So profitieren Mama, Baby und Haut von der täglichen Verwöhnmassage.

7. Sag’ ja zu dir und deiner individuellen Schönheit

Ob Schwangerschaftsstreifen, Dehnungsstreifen oder Wachstumsstreifen – Fakt ist, dass unsere Haut uns auch mit kleinen Rissen im Bindegewebe schützt und einen ganz großartigen Job leistet.

Egal ob durch Gewichtszunahme, schweißtreibenden Sport im Fitnessstudio, weil ein Teenie ganz schnell aus seiner Haut herauswächst und fortan seinen Eltern auf den Kopf schauen kann oder weil wie durch ein Wunder ein neues Leben entsteht – genau so individuell wie die Hintergründe, sind auch die Streifen auf der Haut. 

Ja, wir können Schwangerschaftsstreifen und Dehnungsstreifen so gut wie möglich vorbeugen, unser Bindegewebe straffen, unsere Haut mit Pflege für Dehnungsstreifen verwöhnen und so das Erscheinungsbild von Streifen etwas mildern. 

Und natürlich wünscht sich die Haut in so besonderen Phasen des Lebens wie einer Schwangerschaft eine ganz besondere und auf ihre Bedürfnisse abgestimmte Pflege. Und wir können auch ja sagen: zu uns und all unseren Ecken und Kanten. Denn genau diese Einzigartigkeit macht uns ja aus – und liebenswert.

Vielleicht kannst du deine Dehnungsstreifen eines Tages ja doch richtig lieb gewinnen. Durch behutsame und liebevolle Pflege und einen neuen Blick auf sie. Immerhin sind Dehnungsstreifen ähnlich wie Narben ganz individuelle Lebenslinien, die eine Geschichte erzählen. Deine Geschichte.

Take care


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